Meeder

"Wir können stolz sein"

Moritz Gemeinder, Kapitän des souveränen Kreisliga-Tabellenführers TSV Meeder, hat den großen personellen Umbruch mit seiner Mannschaft schon "gemeistert".
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Foto: Jens Gundermann/Archiv
Foto: Jens Gundermann/Archiv

Die Hinrunde endete bereits vergangene Woche, nun stehen noch vier Partien in der Kreisliga Coburg an. Dann verabschieden sich die 18 Mannschaften in die Winterruhe. Doch wer ergattert sich zuvor die größte Punktereserve?

Das Tageblatt hat bei den beiden formstärksten Teams nachgefragt, genauer gesagt bei den Spielführern des TSV Meeder (36 Punkte), Moritz Gemeinder, und des SV Türkgücü Neustadt (4. Platz/27 Punkte), Cemer Daghan.

Es ist der 29. September, an dem die Liga aufatmet. Tabellenführer TSV Meeder - bis dato noch als einzige Mannschaft ungeschlagen - verliert sein erstes Pflichtspiel der Saison. Und das auch noch recht deutlich bei den "Bullen" der SV Türkgücü Neustadt mit 0:3. Ein sicherlich auch in dieser Höhe überraschender Spielausgang, den sich die Elf von Spielertrainer Ali Civelek vor allem dank ihrer Cleverness verdiente. An den darauffolgenden drei Spieltagen blieben beide Vereine verlustpunktfrei und stehen somit ganz oben in der aktuellen Formtabelle. Was ist der Grund für diesen Erfolg?

Cemer, ihr habt als einzige Mannschaft den Tabellenführer aus Meeder geschlagen und zudem vier Spiele in Folge gewonnen. Mit wie viel Selbstvertrauen reist ihr nun zum Tabellennachbarn nach Heldritt?

Cemer Daghan (Kapitän des SV Türkgücü Neustadt): Wenn man gegen den Tabellenführer gewinnt, ist das natürlich noch mal ein zusätzlicher Motivationsschub. Allerdings ist die Stimmung bei uns allgemein sehr gut und wir versuchen, diese positive Stimmung auch ins nächste Spiel mitzunehmen. Dort werden wir sie auch brauchen, denn Heldritt hat eine gute Mannschaft mit tollen Kickern.

Nur noch zwei Punkte hinter dem Relegationsplatz - ist der mögliche Aufstieg schon ein Thema in der Mannschaft?

Um ehrlich zu sein, der Aufstieg ist kein Thema für uns. Wir denken einfach von Spiel zu Spiel und versuchen jede Woche, unser Bestes zu geben

Während der Siegesserie gab es keinen Platzverweis mehr, davor aber sechs in elf Spielen. Wie wichtig ist der Faktor Disziplin?

Disziplin steht für uns an erster Stelle, das war auch schon in den ersten Spielen so. Unser Trainerduo macht einen sehr guten Job. Die Mannschaft und ich als Kapitän versuchen, die Vorgaben so gut wie möglich umzusetzen. Dies ist uns einfach in den letzten Spielen besser gelungen als in den ersten.

Meeder freut sich auf Kirchweih

Moritz, nach der überraschenden Niederlage in Neustadt gab es zuletzt drei Siege zum Abschluss der Hinrunde. Die Herbstmeisterschaft wurde mit sieben Punkten Vorsprung eingefahren. Wie zufrieden bist du nach dem Abstieg mit der Hinserie?

Moritz Gemeinder (Kapitän des TSV Meeder): Ich denke, wir können nach dem Umbruch im Sommer stolz auf das Erreichte sein. Viele hatten uns das nach den namhaften Abgängen nicht zugetraut. Überragend, wie eng die Truppe zusammengerückt ist und wie teilweise junge Spieler in die Bresche sprangen.

Zur Kirchweih kommt der FC Adler Weidhausen ins Kastanienstadion. Die Adler haben mit zwölf Zählern aus den letzten fünf Spielen ordentlich gepunktet. Mit welcher Zielsetzung geht ihr in die Partie?

Die Adler haben eine mit Erfahrung gespickte Truppe, die uns zum Hinrundenauftakt das Leben sehr schwer gemacht hat. Danach waren wir kollektiv der Meinung, dass sie zum Favoritenkreis gehören, was man nun tabellarisch auch erkennt. Nun ist die Kerwa-Zeit traditionell in Meeder natürlich eine ganz besondere, und da werden wir alles dafür tun, um die Punkte an der Nerde zu behalten.

Nach Gegentoren gerechnet steht ihr auf dem geteilten ersten Platz, nach selbst erzielten Treffern zur Verwunderung aber "nur" auf Rang 7. Lässt sich hier eine eher defensive Marschroute von Trainer Bastian Bauer festmachen oder wo siehst du die Gründe für diese Zahlen?

Erst mal ein Lob an unseren Defensivverbund, der in jedem Spiel wirklich wenig zulässt. Nun sind uns aufgrund von Abgängen in der Offensive mal eben knapp 40 Torbeteiligungen aus der letzten Saison weggebrochen. Das muss man natürlich dann auch erst einmal kompensieren. Teilweise fehlte hier die Genauigkeit im letzten Drittel, um die spielerische Überlegenheit auch in Toren auszudrücken. Hier merkt man jedoch zuletzt einen positiven Trend, und solange man immer eins mehr macht als der Gegner, reicht das ja bekanntlich. Die Fragen stellte Christian Dreßel

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