Bad Staffelstein

Wintersalate sind wohlschmeckend ...

...  und vor allen Dingen auch gesund. Waltraud Hartmann zeigte das in der Lehrküche an zehn Beispielen.
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Auch gekochtes Gemüse lässt sich zu Salat verarbeiten.  Foto: Gerda Völk
Auch gekochtes Gemüse lässt sich zu Salat verarbeiten. Foto: Gerda Völk

Wintersalate punkten mit saisonalen Zutaten und liefern auch im Winter wichtige Vitamine und Mineralstoffe, die das Immunsystem stärken. Neben den regionalen und saisonalen Blattsalaten wie Feldsalat, Chicorée, Endivien, Radicchio und Chinakohl eignen sich auch Rote Bete, Fenchel, Sellerie, Früchte und Nüsse oder Körner wie Quinoa, Linsen und eine ganze Reihe von Früchten.

Wie sich "Wintersalate gesund und lecker" zubereiten lassen, das erfuhren 17 Teilnehmerinnen bei einem Kochkurs in der Lehrküche des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Doch bevor es an die Zubereitung ging, kam erst einmal ein wenig Theorie an die Reihe. Neben Informationen zu den verwendeten Lebensmitteln war es Kursleiterin Waltraud Hartmann wichtig, über die Zusatzstoffe in Fertigdressings zu informieren. Zwar klingen Bezeichnungen wie "Kräuter-Dressing" ziemlich gesund, doch in Wahrheit machten die Kräuter nur einen Bruchteil der Zutatenliste aus, und stünden dementsprechend ganz unten auf der Liste. "Wir machen unser Dressing selber, da wissen wir, was drin ist", erklärte die Ernährungsfachfrau.

Geputzt, geschnippelt, gekocht

Nach so viel Theorie ging es an die Arbeit. Blattsalate wurden geputzt, Gemüse geschnippelt und weitere Zutaten gekocht. Neben frischen Salaten wie "Bunter Krautsalat mit Feta, Mango und Nüssen", "Selleriesalat mit Äpfeln" und "Fenchelsalat mit Birne und Wallnusskerne" stand auch ein Salat aus "Gekochten Gemüse mit Drachen-Dressing" auf der Speisekarte. Insgesamt waren es zehn Salate, die von den Teilnehmerinnen zubereitet werden. Für das Drachen-Dressing wurde "Gomasio", ein traditionelles Würzmittel aus Asien hergestellt. Dazu wird Sesam in einer Pfanne ohne Fettzugabe unter Rühren langsam geröstet und anschließend mit Salz vermischt (Mengenverhältnis 1:10). Nach dem Auskühlen wird das Sesamsalz in einer Küchenmaschine gemahlen und bis zum Gebrauch in einen Schraubglas aufbewahrt.

Für den Selleriesalat mit Äpfel schnitt Jutta Pasler aus dem Lichtenfelser Stadtteil Roth Staudensellerie in feine Scheiben. "Die Referentin hat immer gute Rezepte", lobte Pasler. Seit September hat sie noch keinen Kochkurs versäumt. Die Kurse des BBV-Bildungswerk erfreuen sich großer Beliebtheit. "Man nimmt immer etwas mit, tauscht sich aus", erklärte Pasler. Das konne auch Manuela Hartman bestätigen. Die junge Frau hat soeben einen Tipp von ihrer Nachbarin in der Küchenzeile gegenüber bekommen, wie sich Granatapfelkerne besser aus der Schale lösen lassen. Dazu wird die Frucht halbiert, umgedreht und mit einem Esslöffel auf die Schale geklopft, bis alle Kerne herausfallen.

"Selbst im Alter kann man noch etwas lernen", schmunzelte Edeltraud Baier, die gerade ihre erste Orange filetierte. Nach gut einer Stunde waren alle zehn Salate fertigt und mussten nur noch angerichtet werden. Auch dies wurde mit der gleichen Ernsthaftigkeit erledigt, wie zuvor schon die Zubereitung. Die Gemüsebrühe von der gekochten Salatvariation wurde nicht etwa weggekippt, sondern bildete die Basis für ein weiteres Gericht. Auch das war der Referentin wichtig. "Ein Traum, ich hätte nicht gedacht, dass es so gut schmeckt", lautet das Urteil einer Teilnehmerin. Dem war nichts mehr hinzuzufügen.

Wegen der großen Nachfrage wird der Kurs "Wintersalate lecker und gesund" Anfang Februar noch einmal wiederholt.

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