Dampfach

Winter holt den Dreier

Ein Treffer von Patrick Winter genügt der DJK Dampfach, um den Überraschungssieg gegen das Gochsheimer Topteam einzutüten.
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Der Dampfacher Kapitän Stefan Greb (rechts) setzt sich gegen den Gochsheimer Stefan Greulich (Zweiter von rechts) durch; links beobachtet der Dampfacher Daniel Meusel die Szene. Foto: Günther Geiling
Der Dampfacher Kapitän Stefan Greb (rechts) setzt sich gegen den Gochsheimer Stefan Greulich (Zweiter von rechts) durch; links beobachtet der Dampfacher Daniel Meusel die Szene. Foto: Günther Geiling
Das ist eine faustdicke Überraschung: Dampfach holt in der Fußball-Bezirksliga Unterfranken Ost den Sieg gegen den Tabellenzweiten TSV Gochsheim. Der FSV Krum siegt klar beim SV Sömmersdorf, während der TSV Knetzgau beim Tabellenführer FC Geesdorf leer ausgeht, sich aber achtbar aus der Affäre zieht.

DJK Dampfach -
TSV Gochsheim 1:0

In einem hochklassigen und von beiden Seiten offensiv geführten Spiel setzte sich die DJK Dampfach mit 1:0 gegen den TSV Gochsheim durch. Schütze des goldenen Tores war Patrick Winter, die "Lebensversicherung des Vereins auf zwei Beinen". Die Vorlage zum Siegtreffer lieferte Geßendorfer. Den Chancen nach hätte diese intensiv geführte Partie auch 4:4 enden können. So traf auf Gochsheimer Seite Lamberty Aluminium (1.), und sowohl Meusel als auch Sprenger - der auffälligste Gochsheimer - sind mehrere Male allein mit dem Ball am Fuß vor Dampfachs Keeper Schulze-Happe aufgetaucht.
Der hatte wie sein Gegenüber Deppert einen Sahnetag erwischt, beide Torhüter glänzten immer wieder mit tollen Paraden und machten so gut wie jede Chance der gegnerischen Offensive zunichte. Wagner, Winter, Hau - mit Ausnahme der Direktabnahme durch Winter blieben alle Bemühungen, den Sieg in die Höhe zu schrauben, vergebens. "Wir haben bewiesen, dass wir auch gegen Spitzenteams mithalten können", sagt DJK-Sprecher Horst Dombrowski.
Dampfach: Schulze-Happe - B. Yücetag, Sahlender, Geßendorfer, Tudor, Riedelmeier, A. Jilke (82. Schleicher), Winter (76. L. Jilke), Greb, Wagner, Hau (65. Reich) / SR: Cornely (Mühlbach) / Zuschauer: 260 / Tor: 1:0 Patrick Winter (33.) / Gelb-Rote Karte: Daniel Meusel (90.+2) / -

SV Sömmersdorf -
FSV Krum 0:3

Mit dem Ergebnis ist FSV-Coach Tobias Burger sehr zufrieden. Gespielt wurde in Obbach, auf dem "Mini-Platz", wie Burger sagt, "da ist es an sich schon schwerer zu spielen". Und die SG Sömmersdorf/Obbach verteidigte "sehr aggressiv". Immer wieder versuchten sie, mit hohen Bällen ihren stärksten Spieler, Sebastian Schirmer, ins Spiel zu bringen, damit der per Kopfball weiterleiten kann. "Das hat meine Abwehr zu verhindern gewusst", so Burger. Auf der Gegenseite boten sich den Krumer Angreifern drei "Tausendprozentige", doch Ramon Räth, Jonas Vogel und auch Roman Glöckner nutzten sie nicht. Das änderte sich nach dem Seitenwechsel, und zwar mit einem Doppelschlag: 62. Felix Glöckner, 1:0, 67. Jonas Schmitt, 2:0. "Da war die Messe für Sömmersdorf gelesen." Das 3:0 war ein unglückliches Eigentor durch Julian Amthor.
FSV Krum: Klemm - Fösel, Bujtor, Degen, Ma. Witchen, Glöckner (80. Bogensperger), Vogel, Schmitt, Räth, Stößlein (61. Lommel), Rippstein (72. Tunc) / SR: Feuerbach (Frankenwinheim) / Zuschauer: 155 / Tore: 0:1 Glöckner (62.), 0:2 Schmitt (67.), 0:3 Amthor (89., Eigentor)
FC Geesdorf -
TSV Knetzgau 2:0

Es war nicht das befürchtete Schützenfest, wenn der Erste (Geesdorf) das Kellerkind (Knetzgau) empfängt. Und es sah auch gar nicht mal so schlecht aus, was die Knetzgauer aufgezogen hatten: gefälliges Spiel, gut hinterm Ball gestanden, den Gegner nicht zur Entfaltung kommen lassen. Wobei die Geesdorfer dafür bekannt sind, einen Gegner auch mal kommen lassen zu können, ohne dabei Schaden zu nehmen. Das 1:0 durch Mohamed Remaithi war ein typisches Billard-Tor, mit gegenseitigem Anschießen, bis der Ball zwei Meter vor der Linie frei rumlag und Remaithi kurzen Prozess machte (61.). Ähnlich nach einer Ecke, da musste der Geesdorfer Markus Pfeufer den Ball nur noch aus zwei Metern Torentfernung einschieben. "Die Einstellung war gut, und ich wünsche mir, dass wir sie in der nächsten Saison halten können", sagt TSV-Spielleiter Alexander Hamburger, "egal ob das jetzt Bezirks- oder Kreisliga ist."
TSV Knetzgau: Oppermann - Lindner, Mühlfelder, Schwinn (53. Barth), Warmuth, Zangl, Wirth, Schenk, Popa-Zobel, Frison, Huth (77. Gocker) / SR: Hofmann (Langenfeld) / Zuschauer: 70 / Tore: 1:0 Remaithi (61.), 2:0 Pfeufer (73.)


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