Adelsdorf

Win-win-Aktion: Abwasser aus Zeckern wird jetzt in Adelsdorf geklärt

Andreas Dorsch Zusätzliche 240 000 Kubikmeter Abwasser im Jahr aus Zeckern sind für die Adelsdorfer Kläranlage kein Problem, sagt Hans-Josef Schockel, Leiter der Adelsdorfer Wasserbetriebe. Zeckern ha...
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Durch dieses unscheinbare Rohr (unten im Vordergrund) wird das Abwasser aus Zeckern in die Adelsdorfer Kläranlage geleitet. Für Hans-Josef Schockel und Markus Steger (von links) ist das zusätzlich zu klärende Abwasser aus der Nachbargemeinde kein Problem.  Foto: Andreas Dorsch
Durch dieses unscheinbare Rohr (unten im Vordergrund) wird das Abwasser aus Zeckern in die Adelsdorfer Kläranlage geleitet. Für Hans-Josef Schockel und Markus Steger (von links) ist das zusätzlich zu klärende Abwasser aus der Nachbargemeinde kein Problem. Foto: Andreas Dorsch

Andreas Dorsch Zusätzliche 240 000 Kubikmeter Abwasser im Jahr aus Zeckern sind für die Adelsdorfer Kläranlage kein Problem, sagt Hans-Josef Schockel, Leiter der Adelsdorfer Wasserbetriebe. Zeckern hat den Betrieb seiner Kläranlage weitgehend eingestellt. Die biologische und chemische Reinigung des Zeckerner Abwassers übernimmt jetzt die Adelsdorfer Anlage.

Im Hemhofener Ortsteil Zeckern fließt das Abwasser aus der Kanalisation nur noch durch Rechen und Sandfang und wird dann durch eine Druckleitung nach Adelsdorf gepumpt. Bis Weppersdorf wurde diese Druckleitung bisher schon genutzt, um das gereinigte Abwasser aus Zeckern in die Aisch zu leiten.

800 000 Euro lässt sich die Gemeinde Hemhofen den Umbau der Leitungen kosten. Für Bürgermeister Ludwig Nagel (CSU) wird sich das aber schon bald rechnen. Hemhofen spare sich einmal den Laboraufwand, zudem sei es immer schwieriger, geeignetes Personal für die Kläranlage zu finden, sagt Nagel. Adelsdorf habe dadurch keinen Mehraufwand und kann seine Kosten auf mehr Haushalte verteilen.

Die alten Becken in Zeckern bleiben als Havariebecken für den Notfall erhalten. Für die Bürger sinken die Abwassergebühren von 3,08 Euro auf 2,69 Euro pro Kubikmeter.

Adelsdorfs Kläranlagen-Chef Markus Steger sieht in seiner Anlage auch noch jede Menge Reserven für beide Gemeinden.

Im Zuge des Leitungsbaus wurden auch gleich neue Trinkwasserleitungen verlegt und ein Ring geschlossen, der in Weppersdorf die Trinkwasserversorgung absichert die Löschwasserbereitschaft erhöht.

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