Meeder

Wildwest im Unruhestand

Die Theatertruppe des TSV bringt von Freitag an seine Besucher mit "Ruhestand - und plötzlich war die Ruhe weg" zum Lachen. Noch gibt es Restkarten für alle Vorstellungen in der Turnhalle.
Artikel drucken Artikel einbetten
In die Rente verabschiedeten die Arbeitskollegen Julius Klein mit einem Lied. Vertraut sitzen der Ruhestädnler und seine Frau Therese auf dem Sofa. Seine ehemalige Sekretärin Lieselotte Schlüpfer dirigiert den Chor. Doch damit fängt das Chaos erst an. Foto: Karin Günther
In die Rente verabschiedeten die Arbeitskollegen Julius Klein mit einem Lied. Vertraut sitzen der Ruhestädnler und seine Frau Therese auf dem Sofa. Seine ehemalige Sekretärin Lieselotte Schlüpfer dirigiert den Chor. Doch damit fängt das Chaos erst an. Foto: Karin Günther

Was geschieht, wenn ein Mann nach über 43 Jahren in den Ruhestand geht? Einerseits kann er von seiner bisherigen Firma nicht los lassen und andererseits stellt er alles in Frage, was seine Frau macht. Bei diesen Voraussetzungen ist es nicht verwunderlich, dass bei den diesjährigen Laienspielabenden des TSV in der kommenden Woche alles drunter und drüber geht.

"Ruhestand - und plötzlich war die Ruhe weg", heißt der lustige Dreiakter von Regina Rösch, in dem Ruheständler Julius Klein (Markus Weschenfelder) mit immer neuen Einfällen seine Angehörigen nervt und die Zuschauer begeistert. Seine Frau Therese (Regina Göhring) war mit sich und ihrem Leben vor dem Ruhestand ihres Mannes zufrieden. Sie versorgte Haus und Familie, betrieb eine kleine Pension, begeisterte sich für "Sturm der Liebe", "Dahoam ist dahoam", Kaffeeklatsch und Tupperabende. Und ihre ihre Freizeit verbrachte sie am liebsten mit ihren beiden Freundinnen Karola (Julia Sollmann) und Gisela (Claudia Dinges).

Doch an einem Mittwoch im März ist dieses wunderschöne Leben plötzlich zu Ende. Ehemann Julius verlässt nach 43 Jahren und fünf Monaten - in denen er für seine Frau Therese und Tochter Renate (Mareike Meyer) aufopferungsvoll und selbstlos geschuftet hat - auch seine treue Sekretärin Lieselotte Schlüpfer (Silvia Schwarz) und geht in den Ruhestand. Während Erwin (Bernd Gräfenstein) und Franz-Martin (Johannes Weisser) als Freunde von Julius bereits Pläne für gemeinsame Unternehmungen der "Rentnergang" schmieden und sich auf "Hasenjagd" auf Malle sehen, wird Therese schlagartig klar: Ihr gewohntes "Lotterleben" hat ein jähes Ende gefunden. Gefühlvoll verabschieden sich seine Freunde mit einer erheiternden Rede und einem Lied von ihrem Arbeitskollegen. Julius hingegen weiß mit sich nichts anzufangen. Er tapeziert die Wohnung und richtet Türen - obwohl er all das gar nicht kann.

Auf der Bühne, davor und dahinter

Doch dann hat er die Eingebung, sich einen alten Traum zu erfüllen und Theater zu spielen. So gerne hat er doch die Karl May-Bücher gelesen und so kommt es, dass alle Spieler sich verwandeln. Auf der Bühne stehen nun Winnetou und seine Freunde, Joe, Lilly, Big John, "Springender Hirsch" und natürlich auch "Old Shatterhand" oder "Großer Hirsch". Als Souffleuse sitzt Elke Bräutigam im Kasten und als Statisten wirken Gerald Göhring (Sam Hawkins) und Axel Platz (Django) mit. Für die Technik sind Axel Platz und Matthias Dinges zuständig.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren