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Lichtenfels

Wildtiere schlüpfen in Menschenrollen

Schüler der 3. und 4. Klassen der Arbeitsgemeinschaft Schulspiel unter der Leitung der Konrektorin Pia Löffler und der Arbeitsgemeinschaft Orff unter der Le...
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Die Giraffen bei ihrem rasanten Tanz Fotos: Alfred Thieret
Die Giraffen bei ihrem rasanten Tanz Fotos: Alfred Thieret
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Schüler der 3. und 4. Klassen der Arbeitsgemeinschaft Schulspiel unter der Leitung der Konrektorin Pia Löffler und der Arbeitsgemeinschaft Orff unter der Leitung von Katharina Rödig der Dr.-Roßbach-Grundschule führten gleich mehrfach, sowohl für Mitschüler als auch für Eltern, das Musical "Tuishi pamoja" auf und ernteten von allen Seiten verdienten Beifall.
In dem Stück wird die Problematik der Abgrenzung von Menschen untereinander auf die Tierwelt der afrikanischen Savanne übertragen. Nachdem die Schüler der AG Orff mit ihren Instrumenten für die musikalische Einstimmung sorgten und anschließend die Zuhörer gesanglich begrüßten, wurde sogleich die Tendenz des Musicals deutlich.
Auf der Bühne standen sich nämlich mit einer Gruppe von Giraffen und einer Zebraherde zwei unversöhnliche Parteien gegenüber, die sich voneinander abschotteten und nichts miteinander zu tun haben wollten. Die Giraffen hielten sich für die Besten und drückten dies auch in einem Lied aus: "Wenn du Giraffen siehst, weißt du sofort, hier sind die wirklichen Helden vor Ort!" Während die Giraffen stolz auf ihr gepunktetes Outfit waren und Streifen hässlich fanden, hoben die Zebras in ihrem Lied ihre Streifen hervor: "Nur ein einziges Muster ist wunderschön, schlicht und elegant in Schwarzweiß". Sie konnten nicht verstehen, was an den gepunkteten Langhälsen so interessant sein sollte. Gegenseitige Annäherungsversuche von der kleinen Giraffe Raffi (abwechselnd gespielt von Valentine Popp und Melina Grünwald) und dem Zebra-Mädchen Zea (Julia Heinz und Freya Lang) wurden von deren Eltern unterbunden. Infolge eines Leopardenangriffs rannten alle Tiere ungestüm davon, nur Raffi blieb alleine zurück, träumte in der Nacht von Geistern (ein Geistertanz wurde aufgeführt) und wünschte sich ihre Herde herbei, indem sie sang: "Ach, wärt ihr bei mir." Unvermittelt traf sie auf Zea, die ebenfalls bei dem Leopardenangriff ihre Herde verlor.
Unter der Vermittlung von drei Erdmännchen wurden sie schließlich Freunde und auch die beiden Herden, die sich große Sorgen um ihren Nachwuchs gemacht hatten, nahmen den glücklichen Ausgang des Abenteuers ihrer jungen Herdenmitglieder zum Anlass, um sich zu versöhnen, was sie in einem Tanzlied zum Ausdruck brachten: "Tuishi pamoja (Swahili: "Wir wollen zusammenleben, wir wollen Freunde sein").
Das Musical will zum Ausdruck bringen, dass man sich im Hinblick auf seine Mitmenschen nicht von Vorurteilen leiten lassen, sondern vielmehr ein friedliches Miteinander anstreben sollte. Der Rektor Reinhard Gick-Prandell lobte die Leistung der Schüler und hob ihren Einsatz hervor. Schließlich hätten sie über einen längeren Zeitraum jeweils am Donnerstagnachmittag die Texte, Tänze und Lieder einstudieren müssen, dafür gebühre ihnen eine große Anerkennung. Sein Dank galt auch der Konrektorin Pia Löffler, die für die Aufführung verantwortlich war und allen weiteren Helfern, insbesondere auch im Hinblick auf die Kostümfertigung. thi