Im dritten Spiel der Bundesliga-Saison muss Medi Bayreuth am heutigen Samstag (18 Uhr) beim letztjährigen Hauptrunden-Ersten Ratiopharm Ulm antreten - doch im Gegensatz zu den Bayreuthern haben die Ulmer mit zwei Niederlagen einen Fehlstart hingelegt. "Ich will Tübingen und Weißenfels nicht unrecht tun, aber Ulm ist sicherlich nominell stärker als die vorherigen Gegner", sagt Medi-Trainer Raoul Korner. "Ulm braucht nur noch etwas Zeit, bis sie ihre geballte Ladung an Firepower abrufen können." Die Marschroute steht für den Österreicher fest: "Wir müssen gut und konzentriert starten und dürfen sie nicht ins Laufen kommen lassen. Vor allem müssen wir ihre Schützen, allen voran Trey Lewis aus dem Spiel nehmen."
Der letztjährige Bayreuther Topscorer Trey Lewis hat sich im Sommer den Schwaben angeschlossen. Er ist einer von fünf neuen Kontingentspielern in Ulm. Aus Bonn kam mit Ryan Thompson noch ein BBL-Allstar, vom spanischen Erstligisten Saragossa wechselte der neuseeländische Power Forward Isaac Fotu in die Donaustadt.


Zwei Neue mit NBA-Erfahrung

Zwei Neuzugänge bringen NBA-Erfahrung mit: 2,03-Metermann Luke Harangody hat bereits 70 Spiele für Boston und Cleveland sowie 62 Euroleague-Partien für Unics Kasan und Darüssafaka Istanbul absolviert. Für Aufbau- und Flügelspieler Toure Murry stehen 56 Einsätze für New York, Utah und Washington zu Buche. Zudem lockte Ulm Jung-Nationalspieler Ismet Akpinar (Alba Berlin) von der Spree an die Donau.
Nach der Auftakt-Niederlage gegen Alba Berlin verloren die Schwaben auch am Mittwochabend bei den Baskets Bonn. Ulms Trainer Thorsten Leibenath monierte nach dem 74:86: "Es gibt keine Frage, wer die bessere Mannschaft war. Bonn hat allein in der Transition 22 Punkte, und damit viel zu viele einfache Körbe gemacht. Wir haben nur im dritten und letzten Viertel Intensität aufs Feld gebracht."