Weismain

Wie Weismain in Zukunft aussehen soll

Als Studenten der Technischen Universität München ihre Ideen präsentierten, war das Interesse groß.
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Eine Studentin erläuterte das ausgestellte Modell, aus dem einzelne Teile herausgenommen und wieder eingesetzt werden konnten, um den Betrachtern eine bessere Vorstellung zu ermöglichen.  Foto: Roland Dietz
Eine Studentin erläuterte das ausgestellte Modell, aus dem einzelne Teile herausgenommen und wieder eingesetzt werden konnten, um den Betrachtern eine bessere Vorstellung zu ermöglichen. Foto: Roland Dietz

Die weitere Entwicklung Weismains liegt den Bürgerinnen und Bürgern am Herzen. Über 100 Interessierte waren der Einladung der Stadt zur Vorstellung des Themas "Stadtbaustein Weismain" in den Schönbornsaal gefolgt. 32 Studenten vom Lehrstuhl für Entwerfen und Konstruieren der Fakultät für Architektur der Technischen Universität München hatten sich unter der Leitung von Professor Florian Nagler Gedanken über die städtebauliche Entwicklung Weismains gemacht und Möglichkeiten ausgearbeitet. Die besten fünf Entwürfe wurden nun vorgestellt und mit kleinen Preisen ausgezeichnet.

Für die Studenten galt es, sich Gedanken über eine neue Gestaltung des Areals der ehemaligen Brauerei Obendorfer mit Kolpinghaus und Pfarrzentrum zu machen. Am 24. Juli ging das Projekt mit der Schlusspräsentation der Arbeiten in München zu Ende. Es gelte, gute Chancen zu nutzen und Ideen weiterzuführen, so Bürgermeister Udo Dauer (CSU). Auf der Basis des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) waren im vergangenen November die Bürger aufgerufen, ihre Ideen für Weismain einzubringen. Diese Vorschläge waren an die Studenten weitergegeben worden. Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU), die den Stein ins Rollen gebracht hatte, sprach von einer sensiblen Baustruktur, für die neue Impulse gesetzt werden sollten.

Anhand eines Modells zeigten die Studenten Möglichkeiten auf. Diese beinhalteten sowohl die Nutzung bestehender Gebäude wie auch Abriss und Neugestaltung. Einig waren sich alle darin: Die Gastwirtschaft soll bleiben. Der Beitrag von Nina Burrie fand gleich zu Beginn viel Beifall. Sie bezeichnete das alte Brauereigebäude und das Kolpingshaus als Identität stiftende Gebäude im Stadtbild und machte den Vorschlag, eine Jugendherberge in die Überlegungen einzubeziehen. Aus dem Pfarrzentrum wäre eine begrünte Wohnanlage zu machen.

Jugendherberge und Wohnanlage

Iim Mittelpunkt des Planes von Judith Aberle und Lucas Conrad hingegen stand nach dem Abriss der Gebäude der Bau eines futuristischen und multifunktionalen Gebäudes. Räumlichkeiten für Tanz und Theateraufführungen über integrierte Marktstände bis hin zu einer kleinen Eisbahn wurden vorgeschlagen.

Ein großes Kulturhaus mit weitreichenden Synergieeffekten und eine neue Wohnanlage sowie einen großen städtischen Platz stellten Julian Blecher und Thibault Sartoris in ihrer Arbeit vor. Wohnen hin zur Stadt war besonderes Merkmal der Ausführungen von Michaela Maurer und Johannes Eberbach, besonders im Gebiet Stadtgraben, der miteinbezogen wurde.

"Möglichst viel erhalten" war das Motto des erstplatzierten Vorschlags von Antonia Pielmeier und Severin Prügl. Lediglich das bestehende Pfarrzentrum wurde von ihnen durch eine neue Wohnanlage mit bezahlbarem Wohnraum ersetzt. Das Kolpinghaus habe mit einem Umbau auch weiterhin viel Potenzial, so ihre Überzeugung. Ein Raunen ging da von manchem Zuhörer aus, war doch erst in der jüngsten Stadtratssitzung das Gebäude vom Erzbistum Bamberg als marode dargestellt worden, weshalb es von dieser Seite keinen Umbau geben wird. Auch das Brauereigebäude wurde nach jenem Entwurf zu Wohnzwecken genutzt; aber auch Café, Jugendtreff oder der Verkauf heimischer Produkte könnten eingegliedert werden, wie erläutert wurde. - Damit sind die Grundlagen für weitere Workshops gelegt.

Bei den nächsten Treffen werde das Thema Leerstände mit berücksichtigt, ergänzte Stadtplanerin Livia Maria Andreas. Die Arbeiten bleiben bis zum 6. Oktober im Schönbornsaal ausgestellt.

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