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Ebern

Wie soll's weitergehen in Ebern?

Zum fünften Mal bereits tritt Jürgen Hennemann (SPD) in der Stadt zur Bürgermeisterwahl an, zum ersten Mal in der Rolle des Amtsinhabers, der seinen Posten verteidigen will. Sein Konkurrent Sebastian Ott (CSU) würde einiges verändern.
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Der Neubau der Kita in Ebern steht für eine Stadt, die an Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen keine Wünsche übriglässt. Beim seniorengerechten Wohnen allerdings und den Lebensbedingungen für die ältere Generation herrscht Nachholbedarf.  Foto: Eckehard Kiesewetter
Der Neubau der Kita in Ebern steht für eine Stadt, die an Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen keine Wünsche übriglässt. Beim seniorengerechten Wohnen allerdings und den Lebensbedingungen für die ältere Generation herrscht Nachholbedarf. Foto: Eckehard Kiesewetter

Eckehard Kiesewetter Rund 7500 Einwohner in einer Stadt mit 25 Ortsteilen, knapp 200 Kilometer zu betreuende Straßen und mehr als 300 Kilometer Kanal- und Trinkwasserleitungen. Ein paar Zahlen nur, die zeigen, wie vielschichtig die Ansprüche und wie umfassend allein die Pflichtaufgaben in der früheren Kreisstadt sind, die nebenher für sich in Anspruch nimmt, ein blühender, wirtschaftlich aufstrebender und touristisch attraktiver Ort zu sein. Ebern leistet sich einiges an Freizeitstätten und an freiwilligen Angeboten, lebt von malerischer Natur und historischen Stätten, erkennt den Zeitgeist, wenn es um Klimaschutz und erneuerbare Energien geht und präsentiert sich als attraktives Mittelzentrum mit intakter Infrastruktur.

Aber die fetten Jahre sind vorbei, die Gewerbesteuereinnahmen brachen zuletzt massiv ein, und die Abhängigkeit von nur einem großen Arbeitgeber, beispielsweise aber auch der Ausfall der Straßenausbaubeiträge (Strabs), stellen die Kommune vor massive Probleme: Die Kläranlage muss saniert werden, Siedlungsstraßen sind marode, die Altstadtsanierung stockt, die Friedhöfe müssen umgestaltet werden, Gewerbegebiete und barrierefreier Wohnraum geschaffen und beispielsweise das 50 Jahre alte Freibad familiengerecht über die Runden gebracht werden...

Große Aufgaben, bei denen wache Stadtpolitik, eine kluge Gratwanderung zwischen Sparsamkeit und Investitionsbereitschaft und ein geschicktes Händchen bei der Akquise von Fördertöpfen und der Gewinnung von Investoren gefragt sind.Der neue Stadtrat wird ein wichtiges Wörtchen mitreden, vor allem aber der neue oder der alte Bürgermeister.

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