Coburg

Wie sich die VHS immer noch wandelt

Bei der Hauptversammlung zeigte sich, wie wichtig die Institution Volkshochschule Coburg Stadt und Land ist. In Ahorn tut sich dieses Jahr einiges, in Coburg auch.
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Die Ahorner Außenstelle der Volkshochschule Coburg Stadt und Land steht vor einem Sprung in ihrer Entwicklung. Der Förderverein der Volkshochschule Coburg besichtigte am Montag vor seiner Hauptversammlung den im Umbau befindlichen "Schusterbau" der Johann-Gemmer-Schule, in dem ab September dieses Jahres die VHS-Außenstelle ihr neues Domizil haben wird. Der Ahorner Bürgermeister Martin Finzel erklärte den VHS-Förderern und der VHS-Außenstellenleiterin Susanne Meye die Pläne.

Im Schusterbau entstehen drei Unterrichts- beziehungsweise Mehrzweckräume, die von der VHS Coburg genutzt werden. Nachdem die Johann-Gemmer-Schule nunmehr nur noch eine zweizügige Grundschule ist, ist der Schusterbau frei geworden. Die Ahorner Schüler, die nicht andere weiterführende Schulen besuchen, gehen jetzt in die Mittelschule nach Untersiemau, also mit Beginn der fünften Klasse. Im Schusterbau gibt es ab Herbst außerdem noch einen zweigruppigen Schulkindergarten, der organisatorisch zum Kinderhaus Pusteblume gehören soll. Weiter sollen dort noch Räume für Vereine und Organisationen, zum Beispiel das Rote Kreuz, entstehen. Im Tiefgeschoss wird ein Lehrschwimmbecken eingebaut. "Das werden voraussichtlich 13 Schulen aus der Region für den Sportunterricht benutzen", erklärte Bürgermeister Finzel. Dazu gehöre auch die benachbarte Mauritiusschule. 

Sukzessive wird neben dem Schusterbau auch noch die eigentliche Grundschule erneuert. Das dauert aber noch. Die Sanierungsarbeiten am Schusterbau werden vom Bund und dem Freistaat Bayern gefördert. Das reicht aber nicht, die Gemeinde Ahorn muss dafür natürlich auch ihren eigenen Geldbeutel öffnen.

"Ich will Impulse setzen in Ahorn", sagte die neue VHS-Außenstellenleiterin Susanne Meye vor den VHS-Förderern. Sie wies auf das Thema Nachhaltigkeit hin. Da gebe es zum Beispiel am 27. Juni einen Familienbacktag, zu dem die VHS ins Gerätemuseum, der Alten Schäferei, einlade. Einen Workshop für Jiddischen Tanz soll es am selben Tag im "Bürgerhaus zur Linde" geben.

Der Vorsitzende der VHS-Förderer, Gerhard Amend, und VHS-Geschäftsführer Rainer Maier blickten auf das Jubiläumsjahr 2019. Im vergangenen Jahr wurde das 100-jährige Bestehen der Volkshochschule begangen. "Die Volkshochschule Coburg war von einem humanitären Geist geprägt", würdigte sie Gerhard Amend. 1933 kam das Aus durch die Nationalsozialisten. Amend: "Ab 1933 ging es nicht mehr um Bildung, sondern um Erziehung!" 1933 erfolgte die Wiedergründung in der Kantine der Städtischen Werke Überlandwerke Coburg.

Gerhard Amend und VHS-Geschäftsführer Maier betonten die Wichtigkeit von Kooperationen, zum Beispiel mit der Historischen Gesellschaft. So könne man Themen, die sonst eher auf begrenztes Interesse stießen, für eine breitere Öffentlichkeit erschließen. Ein großes Thema in diesem Jahr werde das 100. Jubiläum des Anschlusses des damaligen Freistaates Coburg an den Freistaat Bayern sein. Dazu finde am Mittwoch, 1. Juli, ein Festakt im Landestheater Coburg statt. Weiter gebe es dazu Veranstaltungen im Bayerischen Staatsarchiv Coburg und in der Domäne Sonnefeld.

Maier und Amend nehmen bei den möglichen Kooperationen auch die konfessionellen Bildungswerke in den Blick.

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