Hofheim i. UFr.
frauengottesdienst

Wie lässt sich der christliche Glaube in der heutigen Zeit weitergeben?

Jens Fertinger "Durch einander - Glaube in Bewegung." Unter dieser Thematik fand in der Hofheimer Christuskirche ein Gottesdienst statt, der zwar von Frauen aus dem evangelischen Dekanat Rügheim gesta...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Fürbitten sprachen die Mitglieder des Vorbereitungsteams, Trudi Rößner, Irmtraut Neubert, Irmgard Beck, Liselotte Fertinger, Birgit Finzel, Charlotte Seitz und Traudi Wießler (von links). Birgit Finzel und Charlotte Seitz wirkten auch bei der Dialogpredigt mit.  Fotos: jf
Die Fürbitten sprachen die Mitglieder des Vorbereitungsteams, Trudi Rößner, Irmtraut Neubert, Irmgard Beck, Liselotte Fertinger, Birgit Finzel, Charlotte Seitz und Traudi Wießler (von links). Birgit Finzel und Charlotte Seitz wirkten auch bei der Dialogpredigt mit. Fotos: jf
+1 Bild

Jens Fertinger "Durch einander - Glaube in Bewegung." Unter dieser Thematik fand in der Hofheimer Christuskirche ein Gottesdienst statt, der zwar von Frauen aus dem evangelischen Dekanat Rügheim gestaltet wurde, aber Männer und Frauen gleichermaßen ansprechen wollte. Trotz der hohen Außentemperaturen war der Besuch letztlich doch erfreulich.

Wenn den Menschen etwas wertvoll erscheint, möchten sie es gerne teilen oder weitergeben. Das gilt auch für den Glauben. Doch manchmal machen sie die Erfahrung, dass sich Glaube nicht einfach so weitergeben lässt.

Der zweite Timotheus-Brief beschäftigt sich mit diesem Thema. Darin wird vom "ungeheuchelten Glauben" der Großmutter Lois und der Mutter Eunike berichtet, der - vorgelebt durch die beiden Frauen - auch bei Timotheus zu finden ist. Ausgehend von dieser Textstelle wird gefragt, was familiäre Glaubensweitergabe eigentlich heute bedeutet. Gerade in der ausführlichen Dialogpredigt (Birgit Finzel als "Tochter" und Charlotte Seitz als "Mutter") rankt sich alles hauptsächlich um dieses Thema. Wertvolles weiterzugeben oder zu teilen, ist vielen Menschen wichtig - das gilt auch für den Glauben. Doch allzu oft machen die Menschen die Erfahrung, dass sich Glaube nicht so einfach weitergeben lässt.

Teilweise sehr schmerzhaft

Für Großeltern oder Eltern kann diese Erfahrung auch sehr schmerzhaft sein, nämlich dann, wenn die eigenen Kinder das, was einem selbst so wichtig ist, ablehnen. Im speziellen Fall geht es bei dem Gespräch zwischen "Mutter" und "Tochter" um die Taufe eines Mädchens. Dabei entzündet sich die Frage, was denn heute noch Kirche als Institution für den einzelnen bedeutet. Während die "Tochter" unter anderem von weltfremden und rückständigen Kirchenoberen spricht, erhobene Kirchensteuer als überholt ansieht und die Missbrauchsfälle anklingen lässt, versucht die "Mutter", mit ihren positiven Lebenserfahrungen zu punkten, und ist dankbar für ihren gefestigten Glauben.

Wo Ratlosigkeit auf der einen, Unverständnis auf der anderen Seite stehen, stellt sich die Frage, wie ein gelebtes "durch einander" gelingen kann.

Glauben auch im Alltag zu thematisieren, war nicht zuletzt Ziel aller Gedanken, Gebete, Lesungen und Lieder des Gottesdienstes, der von einem bewährten Team gestaltet worden war. Es handelt sich um die Dekanatsfrauenbeauftragten Traudi Wießler und Charlotte Seitz; ihnen zur Seite standen Irmgard Beck, Liselotte Fertinger, Birgit Finzel, Irmtraut Neubert sowie Trudi Rößner. Das Quartett "Crazy Ladies" (Ebern) sorgte für die musikalische Ausgestaltung. Die Kollekte am Ausgang in Höhe von 250 Euro kommt dem Deutschen Institut für ärztliche Mission (DIFÄM) zugute und ist speziell für die Frauengesundheit im Kongo gedacht.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren