Prügel

Wie es zum Bierkrieg kam

Eine skurrile Zeitreise in Prügel startete diesmal im Jahr 1681.
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Weismainer Sturm auf den Prügler Gutshof Fotos: Roland Dietz
Weismainer Sturm auf den Prügler Gutshof Fotos: Roland Dietz
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Mit einem Gläschen Sekt und mit Infos über die Ortschaft wurden die Gäste bei sommerlichen Temperaturen zur Zeitreise mit dem Kellerkabarett begrüßt.

An diesem Abend war mit Ines Procter, der Putzfrau aus dem Veitshöchheimer Fasching, ein echter Kabarettprofi dabei. Wie auf einer Naturbühne (die Besuchersitze waren Strohballen) mutete die Szene um die streitbare und egoistische Wirtin und Gutsverwalterin Kunigunde Dittus (Liane Neidlein) im Jahre 1681 an. Diese hatte verbotenerweise Bier in Prügel gebraut, was den Weismainern überhaupt nicht gefiel. Mit ihrem Bürgermeister Albert Metzner (Roland Dietz) setzten sie einen Sturm auf das Gut an. Letztendlich hatte Gutsbesitzer Graf Maximilian zu Giech genug vom ständigen Ärger mit seiner Pächterin und verkaufte das Gut. So endete die Geschichte um die streitbare Prüglerin Maria Kunigunde Dittus.

Nach diesem geschichtlichen Klamauk wurden die Besucher in dem den Prügler Kellern nachempfundenen Kulturstadel empfangen. Mit spannender Musik von Saxophonistin Theresa Dauer und der Anmoderation der "Prügler Bergzwerge" (Marco Neidhardt und Tino Werner) betrat eine sehr merkwürdige Person (Markus Häggberg) mit Taucherbrille, Badehose und Gummistiefeln die Bühne. Er gab zu, das Unternehmerehepaar Friedrich und Kathi Baur erpresst zu haben. 500 000 Mark wollte er haben und der Plan war gut. Jedoch hatte er sich ob seiner rabiaten Ehefrau Ursula um einen Tag im Datum geirrt und die Übergabe in Prügel klappte nicht. Und so irrt er bis heute als "Depp" durch die Gegend. Urkomisch im weiteren Verlauf ebenfalls "der Baschdoffer" Edwin Jungkunz als "Der Kandidat" für die nächste Kreistagswahl. rdi

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