Forchheim

Wie eine große Familie

Das Bürgerzentrum/Mehrgenerationenhaus im Norden Forchheims stärkt den Zusammenhalt der Gesellschaft. Das Leben rund um die Einrichtung ist bunt geworden.
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Das Frühlingsfest fand mit dem zehnten Jubiläum im Bürgerzentrum statt. Foto: Kathrin Reif
Das Frühlingsfest fand mit dem zehnten Jubiläum im Bürgerzentrum statt. Foto: Kathrin Reif

Seit zehn Jahren besteht das Bürgerzentrum/Mehrgenerationenhaus im Norden Forchheims. Das war ein Grund zu feiern. Rund 400 Gäste kamen und erlebten bei Infoständen, Mitmachaktionen und einem abwechslungsreichen Festakt, wie bunt das Leben rund um die Einrichtung geworden ist.

Die Regierungspräsidentin von Oberfranken, Heidrun Piwernetz, überzeugte sich persönlich, wie sich das Quartier entwickelt hat, und lobte die Leiterin der Einrichtung, Kathrin Reif, und die vielen Aktiven, die den Stadtteil bereichern würden. Dies machten auch die Kindergärten und Seniorengruppen bei ihren musikalischen und sportlichen Auftritten deutlich.

Landrat Hermann Ulm (CSU) sagte: "Ich bin immer wieder gerne hier. Weil das Bürgerzentrum-Mehrgenerationenhaus nicht nur im direkten Umfeld Gutes bewirkt, sondern in den gesamten Landkreis ausstrahlt."

Unterstützen und zusammenhalten: Das sind Ziele des Bürgerzentrums-Mehrgenerationenhauses.

Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) stellte in seiner Rede fest: "Der Sinn von Familie ist, sich miteinander zu verbinden, um sich gegenseitig zu stärken. Eine Familie besteht in der Regel aus mehreren Generationen, von denen jede ihre besonderen Fähigkeiten und Herausforderungen mitbringt. Denkt man Familie im weiteren Sinne, kann man darunter auch Nachbarschaft verstehen." Heute seien es oft die sozialen Kontakte außerhalb der eigenen Familie, die tragen würden.

Pfarrer Christian Muschler sprach leidenschaftlich, wie gelungene Integration aussehen kann. "Wenn wir sagen wollen, was in den zehn Jahren geschehen ist, dürfen wir unser Bürgerzentrum auch Begegnungszentrum nennen. Menschen verschiedener Kulturen begegnen sich; Menschen mit und ohne Behinderung treffen sich; jüngere und ältere Bevölkerung unterstützen sich ebenso. Wir könnten heute in vielen Geschichten von gelungenen Begegnungen erzählen. Leider wird die Integrationsdebatte von negativen Schlagzeilen bestimmt. Unser Jubiläum ist auch Anlass, vom Gelingen von Integration zu sprechen."

Dass das Bürgerzentrum inzwischen zu einer interkulturellen Beratungs-, Begegnungs- und Serviceeinrichtung geworden ist, ist den vielen Kooperationspartnern und vor allem dem bürgerschaftlichen Engagement zu verdanken. Es sind vor allem die Ehrenamtlichen, die Gäste willkommen heißen, Neuzugewanderte lotsen, Kindern im Leseclub die Freude am Lesen näherbringen, sich für den Mittagstisch einbringen oder den Senioren das Smartphone erläutern. Das Bürgerzentrum ist außerdem ein Freiwilligenzentrum und vermittelt Ehrenamtliche auch an über 40 Organisationen und leistet einen Beitrag für den Zusammenhalt der sich wandelnden Gesellschaft. red

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