Königsberg in Bayern

Wie ein ganzes Orchester

Die fünf Stimmkünstler von "Viva Voce" begeisterten bei ihrem Auftritt in Königsberg.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Gruppe "Viva Voce" mit Bastian Hupfer, Matthias Hofmann, David Lugert, Jörg Schwartzmanns und Heiko Benjes überzeugte die Besucher bei ihrem Gastspiel auf dem Schlossberg in Königsberg - ein weiterer Höhepunkt beim Burgfestival in der Regiomontanusstadt. Foto: Gerold Snater
Die Gruppe "Viva Voce" mit Bastian Hupfer, Matthias Hofmann, David Lugert, Jörg Schwartzmanns und Heiko Benjes überzeugte die Besucher bei ihrem Gastspiel auf dem Schlossberg in Königsberg - ein weiterer Höhepunkt beim Burgfestival in der Regiomontanusstadt. Foto: Gerold Snater

Nach der "Abba-Night" am Freitag und der Italienischen Nacht mit schönen Opernarien am Samstag wurde am Sonntagabend im Rahmen der Open-Air-Konzerte auf dem Schlossberg in Königsberg mit einer ganz anderen Musik ein weiterer Höhepunkt angeboten.

Es war begeisternd, was die fünf Sänger von "Viva Voce" den Zuhörern im gut gefüllten Wallgraben boten. Sie brauchten keine Instrumente, allein mit ihren Stimmen schufen sie dort ein einmaliges Klangerlebnis. Andere benötigen ein Schlagzeug, Soundeffekte oder gar ein ganzes Orchester, um richtig groß zu klingen. Bei "Viva Voce" ist das alles völlig überflüssig. Die fünf Sänger ersetzten mit ihren Stimmen ein ganzes Orchester. Sie sind die "Band ohne Instrumente" und gleichzeitig die Pop-Stars der deutschsprachigen A-Cappella-Szene, wie sie bei diesem Konzert bewiesen. Modern, mitreißend, originell, witzig, charmant und hochmusikalisch war das Programm, das dem Publikum an diesem Abend geboten wurde.

Mit ihrer Jubiläumsshow "20 Jahre - Es lebe die Stimme!" sorgte die aus dem Windsbacher Knabenchor hervorgegangene Band im Wallgraben für einen unvergesslichen Musikmoment. Die fünf Stimmkünstler blickten in einem sehr abwechslungsreichen Programm auf 20 Jahre und über 2000 Konzert zurück und präsentierten viele Lieder ohne aufwendige Bühnenshow: einfühlsame Lieder, die unter die Haut gingen, aber auch solche mit aktuellen Themen. Das Quintett vereinte dabei Witz, Charme, aber auch nachdenkliche Töne, ging auf Wünsche aus dem Publikum ein und sang auf Zuruf auch ein Ständchen für Hanna, die an diesem Tag Geburtstag hatte.

Im Mittelpunkt ihrer Songs stand stets die Stimme. Die messerscharfe Intonation und die elektrisierenden Klänge gingen eindrucksvoll ins Ohr. Die Besucher ließen sich auch durch das miese Wetter nicht die gute Stimmung rauben.

David Lugert, Jörg Schwartzmanns, Bastian Hupfer, Matthias Hofmann und Heiko Benjes brachten in ihrer kurzweiligen, immer wieder mit Zwischenapplaus einhergehenden Show, nahezu jeden Musikstil zum Ausdruck. Es war ein Konzert, das den Zuhörern im Wallgraben noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren