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Meeder

Wie der Frieden ein Museum bekam

Es war einst ein Fest für den gesamten Landkreis, das herzoglich angeordnete Dankfest für das Ende des Dreißigjährigen Krieges. Und es wurde durch die Jahrhunderte auch gefeiert. Doch nach dem Ersten ...
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Es war einst ein Fest für den gesamten Landkreis, das herzoglich angeordnete Dankfest für das Ende des Dreißigjährigen Krieges. Und es wurde durch die Jahrhunderte auch gefeiert. Doch nach dem Ersten Weltkrieg wurde Frieden unter dem Nationalsozialismus zu einem "Lügenwort", wie Henning Schuster vom Museumsverein schildert.

Die Gemeinden in Stadt und Land hörten auf, das Fest zu feiern, das ja aus der Zeit des Herzogs stammte, der Monarchie, die abgeschafft war. Nur das Kirchspiel Meeder hielt daran fest.

"1971 besann man sich neu. Landrat Klaus Groebe, Bürgermeister Helmut Hofmann, Pfarrer Eberhard Wolf und Pater Johannes Goth ergriffen die Initiative, alle zehn Jahre zu einem großen ökumenischen Friedensfest nach Meeder einzuladen", erklärt Henning Schuster.

1982 entstand aus dieser Besinnung auf die Friedenstradition Meeders auch das Friedensmuseum. Als mehr durch Zufall das Wirken der Anna B. Eckstein wieder entdeckt wurde, räumte man in dem Museum dieser Friedenskämpferin eine besondere Rolle ein.

Seit 2015 ist auch die Grundschule nach ihr benannt, in der das Museum inzwischen einen Platz gefunden hat. Eine Geschichts-AG von Kindern trifft sich dort regelmäßig, um mehr über die Geschichte des Coburger Landes in Krieg und Frieden zu erfahren. Mit einem Film über Anna B. Eckstein wurden die Schüler Landessieger in einem Geschichts-Wettbewerb, der sonst eher von Gymnasien beschickt wird. rlu

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