Laden...
feldtag

Wichtige Informationen für Landwirte gab es in Dietersdorf

"Boden:ständig", ein Schlagwort, das unter Landwirten ernst genommen wird. Deshalb veranstalteten das Amt für ländliche Entwicklung Bamberg, das Amt für Ern...
Artikel drucken Artikel einbetten
"Boden:ständig", ein Schlagwort, das unter Landwirten ernst genommen wird. Deshalb veranstalteten das Amt für ländliche Entwicklung Bamberg, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und die BBV-Landsiedlung einen Informationstag auf einem Feld des Landwirtes Werner Schubert. Den Landwirten wurde einiges nähergebracht: den Bodenabtrag auf und aus den Feldern zu bremsen, den Nährstoff- und Sedimenteintrag in Gewässer zu verringern, Abflussspitzen bei Hochwasser abzumildern, Puffer und Rückhaltestrukturen zu schaffen, das Bodenleben zu fördern und Nährstoffe zu speichern.


Wie ein Starkregen

Zunächst führte Michael Kistler von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft einen Regensimulator vor. Es wurde gezeigt, wie die verschiedenen Böden Wasser aufnehmen, speichern und wieder abgeben. Dabei erwähnte Kistler unter anderem, dass Verdichtungen zu vermeiden seien und mit Kalk so zu düngen sei, dass der richtige pH-Wert erreicht wird. Kistner erläuterte, wie Humusaufbau erfolgen kann und wie Regenwürmer den Boden beeinflussen. Simuliert wurden acht Millimeter Regen in fünf Minuten, was einem Starkregen entspricht.


Phacelia, Viterra und Alex

Im zweiten Teil erläuterte Franz Knogler von der BBV-Landsiedlung auf verschiedenen Flächen den Einsatz von Zwischenfrüchten, die nach der Ernte gesät werden, nicht als Futter dienen und im Winter abfrieren. Diese tragen zur Gesundung und Lockerung des Bodens bei, speichern Nährstoffe und fördern das Bodenleben. "Im Frühjahr", sagte Landwirt Georg Ruppert, der in Seßlach ein ähnliches Projekt durchzieht, "erfolgt keine Bodenbearbeitung mehr." Es können ohne zu pflügen beispielsweise Mais- und Zuckerrübensamen eingebracht werden. Eine der vorgestellten Zwischenfrucht, der Ölrettich, setzt sich unter anderem zusammen aus Meliorationsrettich, Alexandrinerklee, Sparriger Klee, Kresse, Phacelia, Seradella und Perserklee. Eine andere der sieben Zwischenfrüchte heißt Viterra, die Rauhafer, Alex und Phacelia beinhaltet. Die empfohlenen Aussaaten bewegen sich zwischen April und Anfang September.
Wie erläutert wurde, bedeute der Begriff "boden:ständig", dass der wertvolle Boden mit seinen Nährstoffen ständig dort bleiben soll, wo er den Landwirten langfristig Nutzen bringt und die Gewässer nicht beeinträchtigt werden.
Dabei wird das Gespräch mit den Landwirten gesucht über bodenschonende Bewirtschaftungsformen, wobei nachhaltiger Boden- und Wasserschutz sich nicht durch kurzfristigen Aktionismus verwirklichen lässt. Es entstehen immer wieder mit engagierten Landwirten und Gemeinden neue Umsetzungsmaßnahmen. dav

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren