Gemünda

Wertschätzung für 15 Jahre Wirken

Mit einem emotionalen Gottesdienst wurde am vergangenen Sonntag das Pfarrerehepaar Andreas und Kathrin Neeb in Gemünda verabschiedet.
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Zum Jahresende verließen Pfarrer Andreas Neeb und Pfarrerin Kathrin Neeb (von rechts) die Kirchengemeinde Gemünda, um in Ebersdorf neue Stellen anzutreten. Am Sonntag nach Weihnachten wurden beide in der Johanneskirche verabschiedet. Zukünftig wird hier Pfarrerin Birgit Paulmeier (Tambach) Gottesdienste halten, sie übernimmt die Vakanzvertretung. Dekanin Stefanie Ott-Frühwald (links) ließ das Pfarrersehepaar ungern ziehen.  Foto: Bettina Knauth
Zum Jahresende verließen Pfarrer Andreas Neeb und Pfarrerin Kathrin Neeb (von rechts) die Kirchengemeinde Gemünda, um in Ebersdorf neue Stellen anzutreten. Am Sonntag nach Weihnachten wurden beide in der Johanneskirche verabschiedet. Zukünftig wird hier Pfarrerin Birgit Paulmeier (Tambach) Gottesdienste halten, sie übernimmt die Vakanzvertretung. Dekanin Stefanie Ott-Frühwald (links) ließ das Pfarrersehepaar ungern ziehen. Foto: Bettina Knauth

Zum Jahresende verließen Pfarrer Andreas Neeb und Pfarrerin Kathrin Neeb die Kirchengemeinde Gemünda, um in Ebersdorf bei Coburg neue Stellen anzutreten. Sie wechseln damit vom Dekanat Michelau zum Dekanat Coburg. Am Sonntag nach Weihnachten wurden beide in der Johanneskirche verabschiedet.

An der Schwelle des neuen Jahres stünden auch sie an einem Übergang ins Ungewisse, sagte Kathrin Neeb. "Fürchtet Euch nicht!", forderte Dekanin Stefanie Ott-Frühwald fünf Tage nach der Heiligen Nacht "in guter Engel-Tradition" die Scheidenden ebenso auf wie die zurückbleibende Gemeinde. Neebs hinterließen "eine blendend aufgestellte Pfarrstelle" und ein blühendes Dorf, in dem auch vieles durch das Pfarrerehepaar gewachsen sei, lobte die Dekanin, bevor sie die offizielle Entpflichtung vornahm. Am sichtbarsten sei dies in der frisch sanierten Johanneskirche. Dass deren Innenraum jetzt völlig anders aussieht, sei dem "Geist der Neebs" zu verdanken: Sie hätten sich Zeit gelassen, sich mit allen ausgetauscht, Wünsche aus der Gemeinde aufgenommen und ein Gefühl für den Raum entwickelt. Mit großer Liebe zum Gottesdienst und als "sehr verlässliche Seelsorger" hätten beide über 15 Jahre "Gemeinde gelebt" und sich mit ihren Gaben auch im Dekanat eingebracht, dankte die Dekanin. "Ja, sie werden fehlen, hier in Gemünda, im Dekanat und als Menschen", sagte Ott-Frühwald. Dabei hätten beide stets deutlich gemacht, dass sie auf Zeit in Gemünda seien und dann das Ende der Kirchensanierung als Zäsur angesehen. Ihren Abschied hätten Neebs gut vorbereitet. Dennoch zeigte die Dekanin Verständnis für die Sorgen der Zurückbleibenden darüber, wie es angesichts des Landesstellenplans nun mit der Gemeinde weitergehe. Alles, was die Theologen in Gemünda in "15 schönen und ertragreichen Jahren" bewirkten, ließ Katja Bösel für den Kirchenvorstand Revue passieren. Mit Herzblut seien beide in allen Lebenslagen für die Kirchengemeinde dagewesen, hätten stets ein offenes Ohr gehabt und ihre Gemeinde auf dem Laufenden gehalten.

Ungern nähmen die Pfarrer des Kapitels Abschied, betonte stellvertretend ihr Senior Heinz Geyer (Burgkunstadt). Gelte es doch, sich gleich von zwei Kollegen zu verabschieden, "noch dazu von zweien, die wir über alle Maße schätzen und mögen". Auch Pfarrer Norbert Lang von der Pfarreiengemeinschaft Seßlach brachte seine Freude über die gemeinsame Zeit zum Ausdruck. "Mögen Engel Euch begleiten", gab der ökumenische Chor Il Canto dem Ehepaar als gesungenes Grußwort mit auf den Weg. Neebs hätten nicht nur die Kirchengemeinde gestaltet, sondern deren Interessen auch in die weltliche Gemeinde eingebracht, hob Bürgermeister Maximilian Neeb (FW) hervor. Den Theologen attestierte er die Begabung "die kirchliche Botschaft in moderner Sprache zu vermitteln". Als Freude, nicht als Pflicht habe Andreas Neeb seine "geborene Mitgliedschaft" im Rat der "Stiftung 1150 Jahre Dorfgemeinschaft Gemünda" ausgefüllt, würdigte deren Vorsitzender Josef Starkl. Dabei habe er stets als geistlicher Berater und "zuverlässiger Ideenlieferant" gedient.

Neben dem Chor Il Canto gestalteten der Posaunenchor Gemünda und der MGV Frankonia Gemünda den Gottesdienst. Anschließend nutzten viele Gemeindemitglieder die Gelegenheit, sich beim Empfang im Sportheim von den Pfarrersleuten zu verabschieden.

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