Friesen

Wer springt in die Bresche?

Vor dem Spiel beim TSV Kornburg hat der SV Friesen Mühe, elf einsatzfähige Spieler zu finden. Im Tabellenkeller steht der FC Coburg beim SC Großschwarzenlohe vor einer entscheidenden Partie.
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Zweimal traf Felix Müller (grünes Trikot) beim 3:1-Hinspielsieg für den SV Friesen ins Tor. In dieser Szene zeigt er dem Kornburger Daniel Roth, dass er dem Gegner auch mit einer Grätsche sehr unangenehm werden kann.  Foto: Heinrich Weiß
Zweimal traf Felix Müller (grünes Trikot) beim 3:1-Hinspielsieg für den SV Friesen ins Tor. In dieser Szene zeigt er dem Kornburger Daniel Roth, dass er dem Gegner auch mit einer Grätsche sehr unangenehm werden kann. Foto: Heinrich Weiß

Den einstelligen Tabellenplatz hat der SV Friesen in der Landesliga Nordost immer noch fest im Blick. Punktgleich mit dem Tabellenneunten FC Lichtenfels stehen die Frankenwälder auf Rang 10 - trotz der am Ende deutlichen 1:4-Heimniederlage gegen den SC Feucht am vergangenen Samstag. Diese war für SVF-Trainer Armin Eck besonders ärgerlich. Schließlich brachte sich seine Mannschaft in der Schlussviertelstunde mit drei Gegentoren selbst um den Lohn einer ansprechenden Leistung gegen den Aufstiegsaspiranten.

"Das waren drei Kopfbälle nach Standards, bei denen wir uns dumm angestellt haben. Dadurch haben wir ein sehr gutes Spiel zunichte gemacht", sagt Eck. Ein Punkt wäre aus seiner Sicht verdient gewesen. Die Chance zur Wiedergutmachung ergibt sich für seine Elf am heutigen Samstag um 14 Uhr beim TSV Kornburg. TSV Kornburg (12./39) - SV Friesen (10./42)

Mehr als eine buchstäbliche Elf wird der Ex-Profi für dieses Auswärtsspiel jedoch voraussichtlich nicht aufbieten können. Alle drei Friesener Mannschaften sind am Samstagnachmittag im Einsatz. Für den ohnehin schon von Ausfällen geplagten Kader fehlen daher die Optionen. Noch am Freitagnachmittag war sich der Coach nicht sicher, welche und wie viele Spieler er zur Verfügung hat: "Von einem Kader sind wir noch weit entfernt."

Neben den vielen Langzeitverletzten haben derzeit Max Schülein mit Rücken- und David Daumann mit Adduktorenproblemen zu kämpfen. Maximilian Sesselmann und Fabian Müller fehlen aus privaten Gründen.

"Wir werden trotzdem versuchen, in Kornburg etwas mitzunehmen und eine Mannschaft zusammenzustellen, die Paroli bieten kann. Wir haben schon in der ganzen Saison gezeigt, dass wir trotz vieler Ausfälle gegen jeden eine Chance hatten. Es ist schon beeindruckend, wie sich alle reingehängt haben."

Der Gegner aus dem Süden Nürnbergs wird das Spiel ebenfalls nicht auf die leichte Schulter nehmen. Nachdem der Bayernliga-Absteiger seit dem vergangenen Wochenende den Klassenerhalt in der Tasche hat, will sich das Team um seinen Torjäger Sebastian Schulik (23 Tore) mit einem Heimsieg vom eigenen Publikum verabschieden.

Noch nicht gerettet ist hingegen der FC Coburg, der heute ein vorentscheidendes Spiel um den Ligaverbleib in Großschwarzenlohe vor der Brust hat. Friesens Trainer Eck ist jedoch überzeugt, dass der FCC am Ende über dem Strich bleibt. "Ich hoffe ganz stark, dass sich die Coburger in der Liga halten. Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander, und je mehr regionale Mannschaften in der Landesliga spielen, desto besser. Die Qualität in der Mannschaft ist hoch, und derzeit sind sie gut drauf. Ich traue ihnen einen Sieg in Großschwarzenlohe zu." dob Großschwarzenlohe (14./34) - FC Coburg (15./33)

"Nur mit einem Sieg in Großschwarzenlohe haben wir weiterhin alles in der Hand, deshalb erwarte ich von meiner Mannschaft, dass sie alles gibt, diszipliniert zur Sache geht und vor allem im Abschluss mehr Kaltschnäuzigkeit zeigt als in den vergangenen Partien", bekennt Coburgs Trainer Lars Scheler. Daniel Alles, der gegen Bamberg nach einem Muskelbündelriss einen Kurzzeiteinsatz verzeichnete, kehrt anstelle von Sertan Sener in die Anfangsformation zurück. Der für Lukas Mosert in die Rolle des Spielmachers geschlüpfte Leistungsträger befindet sich im Urlaub. Anpfiff: Samstag, 14 Uhr. mg

FC Coburg: Churilov/ETW Krempel - Scheler, Kimmel, Schmidt, Teuchert, Knie, Gökhan Sener, König, A. Guhling, Alles, McCullough, Sam, Riedelbauch, H. Guhling, Bayersdorfer. - Es fehlen: Heinze, Carl, Dilauro, Kolb (alle verletzt), S. Sener (im Urlaub), Mosert (nicht mehr im Kader). - Trainer: Lars Scheler. FC Lichtenfels (9./42) - TSV Sonnefeld (18./5)

Revanche - darauf wird das Team des FC Lichtenfels aus sein, wenn es Samstag (14 Uhr) zum Aufeinandertreffen mit dem TSV Sonnefeld kommt. Denn beim Hinspiel blamierte sich das Team des Trainergespanns Alexander Grau und Christian Goller beim abgeschlagenen Tabellenletzten. Das 1:0 für Sonnefeld ist auch weiterhin der einzige Sieg der Sonnefelder. "Wir wollen einen Dreier holen, aber das wird auch gegen Sonnefeld kein Selbstläufer. Ihre Spiele verliefen in den letzten Wochen oft recht eng, denn sie stehen sehr defensiv. Da muss man erst mal durchkommen", verweist Goller auf die knappe 0:1-Heimniederlage der Sonnefelder zuletzt gegen den SC Großschwarzenlohe. teb FC Lichtenfels: Kraus, Köster - Mohr, Graf, Wige, Hellmuth, Geldner, Wagner, Ljevsic, L. Jankowiak, Zollnhofer, Schunke, Goller, Schaller, Schardt, Fischer TSV Sonnefeld: Rang - Baierl, Beyer, Schneider, Günnel, Krämer, Hummel, Herring, Kunick, Heider, Wandrai,

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