Langensendelbach

Wer nicht hören will, muss fühlen

Fast wäre die Premiere des Laientheaters Langensendelbach wegen Krankheit ausgefallen. Doch dank des kurzfristigen Einsatzes von Regisseur Rainder Lindemann wurde die Komödie "Das Hörrohr" doch noch gerettet.
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"Das Hörrohr" hat alle Zutaten für einen vergnüglichen Abend. Fotos: Pascale Ferry
"Das Hörrohr" hat alle Zutaten für einen vergnüglichen Abend. Fotos: Pascale Ferry
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Jetzt heißt es fix sein, und sich Karten sichern! Heuer finden die Theateraufführungen des Laientheaters in Langensendelbach alle innerhalb einer Woche statt.

Dabei stand das Stück anderthalb Wochen vor der Premiere am 1. Februar auf der Kippe, wie Hans Singer, Leiter der Theatergruppe des Heimat- und Trachtenvereins Langensendelbach, verriet. "Eine der Darstellerinnen erkrankte und schied aus. Evi Trummer übernahm kurzfristig den Part und Regisseur Rainer Lindenmann sprang für ihre Rolle ein."

Wie aus dem Leben gegriffen

Dementsprechend war die Aufregung vor der Premiere groß, zumal sich neben Ehrengästen wie dem Ersten Bürgermeister Oswald Siebenhaar und dem zweiten Bürgermeister Matthias Kern auch Kabarettistin Claudia Bill aus Effeltrich im Publikum befanden. Doch alles ging gut, Souffleuse Ilsegret Werker hatte wenig zu tun.

Die Komödie "Das Hörrohr" von Karl Bunje ist wie aus dem Leben gegriffen: Der alte, fast taube Hofbesitzer (Josef Wagner), will nicht an seinen fast sechzigjährigen Sohn (Rainer Hofmann) übergeben. Die schlaue Schwiegertochter (Gisela Herkt), möchte diesen Zustand beenden und wird dabei von einem windigen Ex-Liebhaber aus Nürnberg unterstützt (göttlich von Peter Fees gespielt). Von ihren Frauen unterdrückte Männer - wie Hans-Peter Güthlein; junge Liebe - Bianca Schliffka und Wolfgang Schöner: alle Zutaten für einen vergnüglichen Abend sind vorhanden.

Herkt und Fees glänzen wie gewohnt in ihren Rollen. Herkt gibt als "Bertha" die vorgeblich fürsorgliche Schwiegertochter, lästert aber offen über den "alten Stänkerer", der auf seinem Geld hockt, mit dem sie etwas aus dem Hof machen könnte. Fees als schmieriger "Arnold Hogeback", der es im Leben zu einem "Etablissement" in Nürnberg gebracht hat, berät Bertha: "Mit den Kartlern vom Dorf kannst Du nichts verdienen" und schlägt Gästezimmer und Streichelzoo für Städter vor.

Gäste wie Schauspieler zufrieden

Doch Opa Meiners erkennt noch gerade rechtzeitig dank eines neuen High-Tech-Hörgeräts die finsteren Machenschaften der beiden. Die Rolle des akkurat Hochdeutsch sprechenden Notars ist Lindenmann wie auf den Leib geschrieben.

Das Publikum war sehr zufrieden. Heinz Hill aus Bräuningshof kommt jedes Jahr und war noch nie enttäuscht: "Die Schauspieler spielen so natürlich!". Auch Claudia Bill lobte die Vorführung: "Mir hat es sehr gut gefallen! Die Darsteller? - Ein schauspielerisches Talent nach dem anderen!"

Die Theatertruppe zeigte sich nach der Premiere glücklich und hatte sich ihre traditionelle Pizza redlich verdient.

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