Bamberg

Wer möchte mitspielen?

Das Falko-Garbisch-Ensemble startet mit zwei Produktionen ins neue Jahr. Die freie Gruppe sucht noch Mitspieler.
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Gute Laune bei den Proben des Falko-Garbisch-Ensemble. Jetzt sucht das Ensemble noch Mitstreiter. Foto: p
Gute Laune bei den Proben des Falko-Garbisch-Ensemble. Jetzt sucht das Ensemble noch Mitstreiter. Foto: p

Nach gut einem Jahr des Pausierens hat das 2015 gegründete Falko-Garbisch-Ensemble ("Fränkisches Nirwana", 2016 - Alte Seilerei, und "Je älter man wird, desto früher wird es spät", 2017 - Theater am Michelsberg) gleich zwei neue Projekte auf dem Spielplan. Im Frühjahr 2019 wird es ein Monolog-Stück geben. Der Theatermacher und Ensemble-Gründer Falko Garbisch verrät in der Pressemitteilung: "Das wird ein bunter Abend über die jüdische Schauspielerin und Stilikone Lotti Huber."

Spielen wird an dem Abend Inge Albus, die gleichzeitig auch Autorin dieses Stückes ist. Die 53-jährige Baunacherin war bereits in den vorherigen Projekten des Falko-Garbisch-Ensembles zu sehen.

Das zweite Stück, das im Herbst 2019 Premiere haben wird, soll - nach alter FGE-Manier - ebenfalls eine Stückentwicklung werden. Für diese Produktion sucht das Theater-Team noch Mitwirkende: "Ich möchte jede Bambergerin und jeden Bamberger im Alter zwischen 40 und 65 Jahren hiermit herzlich einladen, bei uns mitzuspielen", sagt der 34-jährige Hamburger Regisseur, der seit über fünf Jahren in Oberfranken wohnt.

Eine konkrete Stück-Thematik gebe es aktuell noch nicht, die gemeinsame Themenfindung beginnt am 10. Januar, beim ersten Kennenlernen. Für Interessierte ist wichtig zu wissen, dass keinerlei Spielerfahrung vonnöten ist. "Die einzige Bedingung fürs Mitmachen ist die regelmäßige donnerstägliche Probenteilnahme", fügt der Spielleiter hinzu, der den Produktionsstart im Januar kaum abwarten kann. "Der Probenprozess ist immer spannend und intensiv. Es ergeben sich immer viele tolle Gespräche und wir haben jedes Mal eine Menge Spaß beim Probieren."

Authentische Texte

Dem Wahlbamberger kommt es in seinen Projekten vor allem auf Authentizität auf der Bühne an. Die entstehe vor allem dann, wenn es einen starken Bezug zwischen Spieler und Inhalt gebe, so Garbisch. Die Ideen zu den Texten entstehen im Probenprozess durch Gespräche, vor, während oder nach den Proben. "Auswendig gelernte und ambitioniert aufgesagte Stücke bekannter Autoren berühren mich meistens nicht so sehr, wie wenn Menschen etwas von sich erzählen", erklärt der junge Spielleiter, der vor seiner Bamberger Zeit bereits in dieser Weise an großen und kleinen Bühnen in Düsseldorf, Hamburg, und München gearbeitet hat. Sein Stil ist eher dem biografischen Theater zuzuordnen, in dem die eigene Geschichte des Spielers oder der Spielerin im Mittelpunkt steht.

Falko Garbisch: "Die Teilnehmer können gerne auch bereits selbst verfasste Texte mitbringen. Wichtig ist mir dabei, dass es von ihnen ist. Im Laufe der Proben entwickeln wir am Tisch und auf der Szene gemeinsam das Stück." Es soll im Oktober und November des kommenden Jahres aufgeführt werden. Der Spielort ist derweil noch offen. red

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