Herzogenaurach

Wenn Steine Geschichten erzählen

Es gibt kuriose Feiertage. Nicht immer offiziell, nicht immer mit einem freien Tag verbunden. Aber immer mit der Idee, dass man die Feiertage feiern soll, wie sie eben fallen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die drei Steinkreuze könnten viel erzählen. Immer wieder versetzt, umgestoßen, mindestens fünf drei Jahrhunderte erlebt.  Fotos: Michael Busch
Die drei Steinkreuze könnten viel erzählen. Immer wieder versetzt, umgestoßen, mindestens fünf drei Jahrhunderte erlebt. Fotos: Michael Busch
+5 Bilder

Michael Busch Es gibt ihn tatsächlich: den Tag der Fossilien und alten Steine. Ein kurioser Feiertag, der einst von den Nordamerikanern ins Leben gerufen wurde und mittlerweile weltweite Beachtung findet, so zumindest die Vertreter, die diesem Tag ein wenig mehr Beachtung am 7. Januar geschenkt haben.

In Herzogenaurach bietet es sich tatsächlich an, mal auf Steinsuche zu gehen. Denn der Tag ist die Gelegenheit dieser alltäglichen festen Masse, mal ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken, eine eigene Steinsammlung anzulegen oder Steine während eines Spaziergangs in der Natur ganz genau zu beobachten.

Auf der Suche nach dem Fest

Start ist natürlich im Steinweg. Trotz eindeutigem Namen, wird in dieser der Feiertag allerdings nicht gefeiert. Wenn auch der Heimatverein dort in dem ältesten erhaltenen Bürgerhaus der Stadt Herzogenaurach residiert. Aber auch in der Bergstraße, der Kiesgrube und der Sandleite sowie Sandstraße gibt es keine besonderen Aktivitäten anlässlich des kuriosen Feiertages.

Seinen Ursprung hat dieser Tag wohl in den USA. Vermutlich hängt das Datum damit zusammen, dass in vielen katholischen Ländern als Tag nach der Epiphanie für den sogenannten Tag des Heiligen Spinnrocken (engl. Rock Day). Diese Tätigkeit gilt seit dem Mittelalter als Symbol für die Arbeit der Frauen und dementsprechend nahmen diese in vielen europäischen Tradition nach den zwölf Weihnachtstagen am 7. Januar wieder ihre Arbeit im Haus auf.

Dabei finden sich allerlei Steine in Herzogenaurach wieder. Seien es die Martern, die sich rund um und auch in Herzogenaurach finden. Sei es der Gang über die Steinerne Brücke, welche die Aurach überspannt. Vorbei an den Teilen der Stadtmauer, den aus Stein errichteten Türme, den vielen Bauten, die städtisch bedingt aus Stein errichtet worden sind.

Spannend ist der Blick auf die große Baustelle am Schloss. Denn gerade dort, wo kein Stein auf dem anderen bleibt, wird einem die Bedeutung dieses Baumaterials bewusst. Vielleicht hätte dieser Feiertag auch in der hiesigen Region ein wenig Aufmerksamkeit verdient. Mehr auf alle Fälle als zwei andere Feiertage, die ebenfalls am 7. Januar den Kuriositätenkalender befüllen. Der "Ich-lasse-mir-das-nicht-mehr-bieten-Tag" oder der Tag des Furzens spielt hoffentlich keine allzu große Rolle in Herzogenaurach.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren