Bad Kissingen
Workshops

Wenn Generationen zocken: Medienwerkstatt für Senioren startet

Im Jugend- und Kulturzentrum (JuKuZ) der Stadt Bad Kissingen steigt ab Mitte November das Durchschnittsalter wieder etwas an, wenn am 20. des Monats das neue Projekt "Medienwerkstatt für Senioren" sta...
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Im Jugend- und Kulturzentrum (JuKuZ) der Stadt Bad Kissingen steigt ab Mitte November das Durchschnittsalter wieder etwas an, wenn am 20. des Monats das neue Projekt "Medienwerkstatt für Senioren" startet. In insgesamt fünf Workshops können Senioren ihr Wissen über die mediale Welt aufbessern und offene Fragen und Probleme mit Hilfe unterschiedlicher Fachleute klären.

Neben Bad Kissinger Institutionen wie bitfire, die Sparkasse und Ringfoto Hanff, die das Referat Jugend, Familie und Soziales der Stadt Bad Kissingen mit viel Engagement bei der Workshop-Reihe unterstützen werden, ist auch die Projektgruppe "BKTV" (Bad Kissingen TV) aus dem Jugend- und Kulturzentrum mit zwei Wissenseinheiten dabei, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Bad Kissingen.

Philipp Pfülb, Leiter des Sozialreferats, freut sich, dass im JuKuZ ab jetzt nicht nur mit der jüngeren Generation aktiv am Thema Medien gearbeitet wird: "Viele ältere Menschen in der heutigen Zeit fühlen sich im Umgang mit den neuen Medien nicht sehr sicher. Unser Ziel ist es, den Teilnehmern den Umgang mit der modernen Technik zu erleichtern und die digitale Welt in einigen Bereichen für sie verständlicher zu machen."

Gefördert wird dies zusätzlich dadurch, dass sich die 90-minütigen Einheiten nicht nur durch Theorie auszeichnen, sondern alle Teilnehmer möglichst viel selbst ausprobieren sollen. Getreu dem Motto "Vorbeikommen. Nachfragen. Ausprobieren." sollen praktische Beispiele einen hohen Stellenwert einnehmen, um das Gelernte selbst auszutesten.

Dialog über Generationen

Neben dem Veranstaltungsort, im Jugend- und Kulturzentrum der Stadt Bad Kissingen, soll vor allem auch das anschließende Miteinander einen generationsübergreifenden Dialog fördern. Bei Kaffee und Kuchen im Anschluss können Jung und Alt in ungezwungener Atmosphäre in gemeinsamen Kontakt treten und Hilfestellung für den anderen sein. "Die Kinder und Jugendlichen aus dem JuKuZ sind in die moderne Medienlandschaft hineingeboren und damit aufgewachsen. Wenn ältere Leute Fragen zu technischen und medialen Themen und Probleme haben, gibt es also keine bessere Anlaufstelle als die aktuelle medienerfahrene, junge Generation. Unser Ziel ist es, dass Jung und Alt nicht übereinander, sondern miteinander reden", so Pfülb. Dies habe nämlich auch für alle Beteiligten Vorteile: "Für ältere Menschen ist das Projekt eine gute Möglichkeit, sich Tipps und Tricks für ihre tägliche Mediennutzung einzuholen. Für die Jugendlichen besteht im offenen Austausch nach den jeweiligen Workshops die Möglichkeit, ihr Wissen an andere weiterzugeben und in die Rolle des 'Spezialisten' zu schlüpfen. Wir wollen damit nicht nur die direkte Kommunikation, die meist über den reinen Wissenstransfer hinausgeht, fördern, sondern auch Verständnis für die jeweils andere Altersgruppe schaffen."

Spielewelt digital und analog

Highlight des Projekts ist das abschließende Event "Generationenzocken" am 18. Dezember. Da die digitale Spielewelt für junge Menschen eine immer wichtigere Rolle einnimmt und sich das Bild vom "sinnlosen Daddeln" in älteren Generationen weiterhin hartnäckig hält, soll mit diesem Irrglauben aufgeräumt und die Kultur der Games auch älteren Generationen nähergebracht werden. Das Augenmerk liegt allerdings nicht nur auf digitale, sondern auch analoge Spiele stehen zum gemeinsamen Spielen bereit.

Laut Philipp Pfülb versteht man die Faszination für Games erst richtig wenn man sich selbst auch darauf einlässt: "Hier haben Jugendliche auch mal die Möglichkeit zu zeigen, welche Potenziale hinter digitalen Spielen steckt. Und die Teilnehmer haben auch direkt die Möglichkeit, es selber auszuprobieren. Am Ende wäre es schön, wenn generationsübergreifend gespielt und sich dabei ausgetauscht wird."

Start am 20. November

Die Workshop-Reihe beginnt am Mittwoch, 20. November, mit "Einrichtung, Bedienung, Möglichkeiten: Grundlagen von Smartphone, Tablet & Co.". Gemeinsam mit der Firma "bitfire" aus Bad Kissingen werden hier erste Grundlagen im Umgang mit den Geräten geschaffen und der Einstieg erleichtert.

Am Mittwoch, 27. November, bearbeitet die Sparkasse Bad Kissingen das brandaktuelle Thema "Online-Banking". Neben Tipps und Tricks zum Ablauf einer Online-Überweisung gibt es auch wichtige Hinweise zu Betrugsversuchen und Gefahren für die Nutzer.

Weiter geht es am Dienstag, 3. Dezember. Die jugendlichen Reporter der Projektgruppe BKTV aus dem JuKuZ schaffen einen umfangreichen Überblick zum großen "Online-ABC". Wie kann ich Filme und Musik streamen und wie mit meiner Familie und Freunden übers Internet verbinden?

Mitarbeiter von Ringfoto Hanff aus Bad Kissingen bieten am Mittwoch, 11. Dezember, wichtige Hilfestellung zum Thema "digitale Fotografie" und erklären, wie man seine mobilen Geräte am einfachsten nutzt, um die besten Ergebnisse zu erhalten. Zum Abschluss, am Mittwoch, 18. Dezember, referiert die Projektgruppe BKTV zum Thema "(Mobile) Games" und gibt einen informativen und abwechslungsreichen Einblick in die Welt des Gamings.

Weitere Informationen

Alle Veranstaltungen sind kostenlos und ohne Anmeldung. Vor Ort stehen technische Geräte zur Verfügung, es können jedoch auch eigene Smartphones und Tablets mitgebracht werden. Weitere Informationen gibt s beim Referat Jugend, Familie und Soziales der Stadt Bad Kissingen, Tel.: 0971/807 43 00. red

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