Stublang
Natur

Wenn die Nussbäume Trauer tragen

Stublang — Durch die Frostnächte der vergangenen Tage erlitten die Nussbäume im Lautergrund und auch in anderen Gegenden des Landkreises großen Schaden. Die erfrorenen Bäume deprimieren nicht nur die ...
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Stublang — Durch die Frostnächte der vergangenen Tage erlitten die Nussbäume im Lautergrund und auch in anderen Gegenden des Landkreises großen Schaden. Die erfrorenen Bäume deprimieren nicht nur die Bauern.

Selbst im Auto kann man von der Straße aus im Lautergrund die schwarzen Bäume in der Landschaft deutlich erkennen. In geschützten Lagen aber wurden einige Exemplare verschont. Es war der eiskalte Nordwind, der den Walnussbäumen schadete. Da, wo dieser so richtig hinkam, ist der Ausfall besonders groß. Durch das Erfrieren der Blätter und auch der Blüten werden die Bäume stark geschwächt. Sie werden bestimmt einige Jahre brauchen, bis sie sich wieder richtig erholt haben, so Jupp Schröder, der bei Stublang stolzer Besitze von Nussbäumen ist.

"Im letzten Jahr hatten wir eine Rekordernte. Heuer gibt dagegen an den geschädigten Bäumen einen Totalausfall. Leider sind heuer die Blätter und Blüten drei Wochen früher ausgetrieben als in normalen Jahren". Das habe die Frostempfindlichkeit erhöht. Der April sei einfach zu warm und zu trocken gewesen. Gerade Nussbäume seien für die Bauern im Lautergrund immer eine wichtige Erwerbsquelle gewesen, so Schröder. "Dies ist auch teilweise heute noch der Fall. Es ist erstaunlich, dass trotz der Klimaerwärmung mit solchen Kälteeinbrüchen gerechnet werden muss. Nur wenige Minusgrade reichen im Frühjahr aus, um weit ausgetriebene Nussbäume erfrieren zu lassen", sagt Jupp Schröder. Auch in früheren Zeiten seien Nussbäume manchmal erfroren. Die stark geschwächten Bäume bedürften jetzt auch genügend Feuchtigkeit, um weiter überleben zu können. CS

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