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Wenn aus den Kartlweibern Hexen werden

Nicht auf dem Brocken, sondern im Höchstadter "Töpfla" trafen sich neun Hexen, besser gesagt Kartlhexen, um beim Altweiberfasching mitzumischen. Die braven Engelchen vom letzten Jahr hatten sich in ge...
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Beim Altweiberfasching wurde ausnahmsweise auf die Karten verzichtet. Foto: Johanna Blum
Beim Altweiberfasching wurde ausnahmsweise auf die Karten verzichtet. Foto: Johanna Blum

Nicht auf dem Brocken, sondern im Höchstadter "Töpfla" trafen sich neun Hexen, besser gesagt Kartlhexen, um beim Altweiberfasching mitzumischen. Die braven Engelchen vom letzten Jahr hatten sich in gefährliche Hexen mit scharfen Krallen, Warzennasen und spitzen Hüten verwandelt. Die Besen hatten sie auch nicht vergessen. Ruth Lukaszewicz, Annette Wittmann, Gitti Constien, Jeanette Exner, Andrea Laubner, Christine Nitsche, Annett Nitsche, Ulrike Plätzer und Irmgard Dorsch steckten in den tollen Kostümen.

Die "Kartlweiber" spielen schon seit 18 Jahren zusammen Rommé. Zuerst trafen sie sich einmal im Monat immer donnerstags privat zum Karteln. Seit das "Töpfla" aufgemacht hat, spielen sie dort jeden Donnerstagabend mit Begeisterung Karten. Beim Altweiberfasching ging es allerdings nur darum, zu quatschen, zu tanzen und einfach um Spaß zu haben. Im Nebenzimmer schlugen sie ihr Quartier auf, um sich aber immer wieder furchtlos in das Gedränge und Gewühle in der Gaststube hineinzuzaubern. Dort war kaum Platz zum Stehen, aber die Stimmung war prächtig. "Wir wollen so lange durchhalten, wie wir können", so die Oberhexe.

Die Hexenweiber haben sich natürlich für den nächsten Tag Urlaub genommen. Von den braven Ehemännern wurden sie zum Hexentreffen gefahren und die holten sie auch zuverlässig wieder ab. "Heute früh haben wir noch alle anständig gearbeitet und heute Abend schlüpfen wir einfach aus unserer Rolle, denn normalerweise sind wir keine Hexen", erklärte eine kleine Hexenmeisterin. Beim wöchentlichen Karteln wird viel geratscht und die Hexenweiber spielen im wahren Leben auch um Geld. "Das nehmen wir dann für unsere alljährliche Tour", erklärt wieder die Oberhexe. "Je schlechter wir spielen, desto besser für die Tourenkasse." Heuer geht es im April für vier Tage an die Oberitalienischen Seen - natürlich ohne Männer. Übrigens, das Motto für nächstes Jahr haben sie am Abend schon festgemacht, wird aber noch nicht verraten. Johanna Blum

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