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Wenig Früchte, aber jede Menge Zulauf

Auch wenn die Ernte heuer gering ausfiel: Bei herrlichem Herbstwetter zog der Marktsonntag in Stublang die Besucher in Scharen an.
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Schokoäpfel sind die vielleicht schönste Form des Vitaminbringers.
Schokoäpfel sind die vielleicht schönste Form des Vitaminbringers.
Das schöne, sonnige Spätsommerwetter und die milden Temperaturen bescherten dem Obstmarkt in Stublang einen Besucherrekord. Die ersten Gäste kamen bereits in den Vormittagsstunden. Am Nachmittag dann hatten die Mitglieder des veranstaltenden Vereins alle Hände voll zu tun, die Wünsche von Tausenden von Gästen zu erfüllen.
"Es war eine gute Entscheidung, dieses Mal die Stände in die Höfe zu verlagern", sagte Helmut Reinhardt, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Stublang. Eine Baustelle in der Ortsmitte behinderte den alten Standort.
Auch wenn das Obstangebot in diesem Jahr wegen des Frostes im Frühjahr zu wünschen übrig lässt, waren an den Ständen Äpfel, Birnen und Quitten zu finden. "Den Winterrambur können Sie bis zum Frühjahr essen", sagte Anita Ruppenstein zu einem älteren Ehepaar, das sich noch nicht entscheiden hatte.


Der Standort entschied

Wie war denn die Ernte heuer rund um Stublang? Sehr unterschiedlich sei sie gewesen, erklärte eine Obstanbauerin. Manch ein Baum war vollgehangen, bei anderen wiederum waren nur wenige Äpfel dran. Über die Ernte entschied heuer der Standort des Baums, die Sorte und wann er blühte. Deshalb gab es heuer kaum Fallobst, das zu Saft verarbeitet werden konnte. Ähnlich wie beim Obst sah es auch bei den Nüssen aus.
Auch wenn die Temperaturen derzeit kaum zu wünschen übrig lassen, die Nachfrage nach Mützen, Socken und anderen Winterartikeln war da. "Die Temperaturen passen nicht zu den Mützen", schmunzelte Verkäuferin Sieglinde Bornschlegel. Dennoch schrumpfte ihr Angebot im Laufe des Nachmittags. Trotz des knappen Obstangebots war in den Höfen allerhand zu finden. Beispielsweise eingewecktes Kürbispüree für eine leckere Suppe. "Das ist für Leute, denen ein ganzer Kürbis zu viel ist", erklärte Simon Hümmer: "Den Inhalt des Glases ein bisschen verdünnen und nach Geschmack würzen. Schon ist leckere Kürbissuppe fertig."


Imker sind vom Wetter abhängig

Insgesamt sei die Honigernte zufriedenstellend gewesen, sagte Imker Konrad Dinkel aus Unterleiterbach. Klar, wenn die Blüte erfriert, sei das auch für die Biene schlecht. "Der Job des Imkers ist, genauso wie der des Landwirts, vom Wetter abhängig", sagte Dinkel.
Auch sonst konnte sich das Angebot sehen lassen. Das Obstangebot wurde ergänzt von Brot, Marmeladen, Gelees, Kartoffeln, Gemüse, Likör, Gebäck und Kürbissen. Entlang des Flüsschens Döritz hatte der ausrichtende Verein zahlreiche Biergarnituren aufgestellt - heiß begehrte Plätze, die gerade in den Nachmittagsstunden immer gut besetzt waren.
Auch kulinarisch hatte das Fest einiges zu bieten: zur Kaffeezeit typisch fränkische Krapfen und verschiedene Blechkuchen. Wer dagegen Deftiges bevorzugte, der ließ sich Bratwürste, Baggers oder eine der leckeren Suppen schmecken. Für die kleinen Besucher stand Basteln auf dem Programm. Auch konnten sie sich auf der Hüpfburg austoben.
Insgesamt war die zwölfte Auflage des Obstmarktes in Stublang eine gelungene Veranstaltung. Wie vom Vereinsvorsitzenden Helmut Reinhardt zu erfahren war, werden auch künftig die Stände in den Höfen zu finden sein.

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