Heiligenstadt

Wendemöglichkeit für Leitenweg

Die Straße in einer Wohnsiedlung in Oberleinleiter soll saniert und ausgebaut werden. Der Planer legt dar, wie in eine Straßengabelung ein Kreisverkehr eingebaut werden könnte. Dazu ist allerdings Grunderwerb notwendig.
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Alternativlösung einer Wendeschleife unter Einbeziehung der Gabelung Entwurf: Ingeneur Peter Bittel
Alternativlösung einer Wendeschleife unter Einbeziehung der Gabelung Entwurf: Ingeneur Peter Bittel

"Ich habe ja in der letzten Sitzung die Planung für die Wendeplatte vehement eingefordert. Da bin ich jetzt aber etwas ernüchtert worden", meinte Marktgemeinderat Peter Landendörfer (WG) nach der Präsentation der Ergebnisse von Ingenieur Peter Bittel. In der Sitzung des Marktgemeinderates Heiligenstadt ging es erneut um die Planung des Leitenwegs in Oberleinleiter.

Es handelt sich um eine Straße in einem Wohngebiet im Osten des Ortsteils mit einer Gesamtlänge von etwa 550 Metern. Hier müssen Kanal und Leitungen verlegt werden. Um Synergieeffekte zu erzielen, will die Gemeinde auch gleich den schlechten Zustand der Fahrbahnoberfläche erneuern und die Straße auf 4,50 Meter verbreitern.

Die Gesamtbaukosten werden auf 490 000 Euro geschätzt. Hierfür sollen Fördermittel bei der Bezirksregierung von Oberfranken beantragt werden. Peter Bittel rechnet mit einer Förderung von 40 bis 50 Prozent.

Der Leitenweg gabelt sich am Ende in zwei schmale Wege. Damit Lastkraftwagen wie zum Beispiel die der Müllabfuhr den Bereich ordentlich befahren können, war über eine Wendeplatte am Ende des Leitenwegs nachgedacht worden. "Eine Wendeanlage hat einen Flächenbedarf von einem Radius von neun Metern. Das ist sehr viel und bedeutet einen immensen Eingriff in das dortige unbebaute, private Grundstück", trug Peter Bittel vor.

Seine Alternativlösung wäre, die Gabelung mitzunutzen. "Doch auch hier wäre Grunderwerb erforderlich", meinte der Ingenieur und bezifferte die Mehrkosten ohne Stützwand auf etwa 110 000 Euro. Dann müssten auch noch 300 Quadratmeter Grund erworben werden. "Dort fährt doch auch immer ein Silozug. Könnte der da überhaupt fahren?", fragte Alexander Stöcklein (BN). Das muss Peter Bittel jedoch noch überprüfen, denn an der Gabelung gibt es eine Steigung von 15 Prozent.

Treffen der Bürger

Heiko Ott (BN) berichtete, dass sich die Bürger aus Oberleinleiter getroffen hatten und sich einen kompletten Ausbau mit einer Breite von drei Metern wünschen. "Mit drei Metern, das wird nicht gehen, da bekommen wir keine Förderung", meinte Bürgermeister Helmut Krämer (CSU/Einigkeit). Außerdem wies er auf die Kosten hin, die bei der Realisierung einer Wendeplatte bis auf eine Million Euro steigen könnten. Alexander Stöcklein gab zu bedenken, dass durch die Wendeplatte die Verkehrssicherheit erhöht werde und der Straßenbau dort dann ordentlich abgeschlossen werden könnte.

Geschäftsführer Rüdiger Schmidt warf ein: "Wenn Sie sich zurückerinnern: Wie würden Sie entscheiden, wenn die Anwohner noch 90 Prozent der Kosten tragen müssten?" Friedrich Bauer (SPD) fragte nach, ob es Probleme geben könnte, wenn kein Grund erstanden werden kann. "Für den geplanten Teil bekommen wir die Förderung. Da machen wir es halt ohne Wendeplatte", antwortete Krämer.

Nach weiterer Diskussion beschloss das Gremium einstimmig, eine Planung mit Wendeplatte vorzusehen. Der Grunderwerb soll geklärt werden. Kommt dieser nicht zustande, wird der Planung ohne Wendeplatte zugestimmt.

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