Kulmbach
kulmbach.inFranken.de  Der Unesco-Club Kulmbach-Plassenburg war in Sachsen-Anhalt.

Weltkulturerbe besucht

Der Unesco-Club Kulmbach-Plassenburg unternahm mit Mitgliedern und interessierten Freunden eine mehrtägige Busfahrt zu Weltkulturerbestätten in Sachsen-Anhalt. Auf dem Programm stand der Naumburger Do...
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Die Reisegruppe des Unesco-Clubs im Innenhof des Naumburger Doms (im Hintergrund die gotischen Westtürme) Foto: privat
Die Reisegruppe des Unesco-Clubs im Innenhof des Naumburger Doms (im Hintergrund die gotischen Westtürme) Foto: privat

Der Unesco-Club Kulmbach-Plassenburg unternahm mit Mitgliedern und interessierten Freunden eine mehrtägige Busfahrt zu Weltkulturerbestätten in Sachsen-Anhalt. Auf dem Programm stand der Naumburger Dom St. Peter und St. Paul, der zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern aus der Zeit des europäischen Hochmittelalters zählt. Seit dem 1. Juli 2018 steht er auf der Unesco-Welterbeliste. Einzigartig auf der Welt sind die zwei erhaltenen Lettner in einer Kirche, welche die Chöre räumlich vom Kirchenschiff trennen. Beeindruckend sind ebenfalls die zwölf lebensgroßen Stifterfiguren der gotischen Kunst, zu der auch Uta von Naumburg zählt, die als "die schönste Frau des Mittelalters" gilt.

Im Domschatzgewölbe kann man sakrale Kostbarkeiten aus dem Mittelalter bis hin zur Renaissance bewundern, darunter auch Werke von Lucas Cranach.

Ein weiteres Highlight war ein Orgelkonzert in der Wenzelskirche auf der Hildebrandt-Orgel, einem Klangjuwel des spätbarocken Orgelbaus.

In der heimlichen Weinhauptstadt Freyburg probierte die Gruppe die heimischen Weine des Saale-Unstrut Weinanbaugebietes mit Blick auf die größte Burg der Thüringer Landgrafen, die 1090 gegründete Neuenburg.

Bei einer Führung in der Sektkellerei "Rotkäppchen" erhielten die Kulmbacher einen Einblick in die drei unterschiedlichen Sektherstellungsarten mit den resultierenden Gütesiegeln. Auch das größte Eichenfass der Welt war dort zu bewundern.

Zum Abschluss stand ein Besuch des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle auf dem Programm. Dort ist das Original der Himmelsscheibe von Nebra ausgestellt. Dabei handelt es sich um eine 3700 bis 4100 Jahre alte kreisförmige Bronzeplatte, die als die älteste bisher bekannte, konkrete Himmelsdarstellung aus der frühen Bronzezeit gilt. Sie wurde erst 1999 von Raubgräbern ausgegraben und ist einer der bedeutendsten archäologischen Funde der jüngsten Zeit. Seit 2013 gehört die Himmelsscheibe zum Unesco-Weltdokumentenerbe. Monika Habel

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