Seit ihrer Rückkehr in die 2. Liga Süd starten die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg fast schon traditionell in Weiterstadt in die neue Saison. Ein Blick auf die letzten Vergleiche mit der dort beheimateten Sportgemeinde von 1886 zeigt: Einfach war es nie. Dementsprechend sieht Cheftrainerin Jessica Miller sich und ihr Team auch an diesem Samstag (16 Uhr) vor einer echten Bewährungsprobe in der Adam-Danz-Halle: "Das erste Spiel zeigt dir, ob du bereit bist für die neue Spielzeit - als Mannschaft und individuell."
Die Erinnerungen an das Duell im vergangenen Jahr sind für die Bambergerinnen in zweierlei Hinsicht unschön. Zum einen mussten sie nach Siegen 2014 und 2015 erstmals eine Auftaktniederlage hinnehmen, zum anderen war für Spielmacherin Sandra Schrüfer die Saison nach nicht einmal fünf gespielten Minuten mit einem Kreuzbandriss beendet. Zwölf Monate später ist die 21-Jährige zurück und voller Tatendrang, mit dem neuen Kader wieder in den Ligabetrieb zu starten. Anna Furman (TV Schwabach), Janett Perv (Martigues/Frankreich) sowie Publikumsliebling und Kapitänin Liisi Sokman (Karriereende) verließen im Sommer den Verein. Neu ins Team kamen Jamiyah Bethune (Carlow/Irland) und Caroline van der Velde (Herner TC). Dazu übernahm Jessica Miller von Ulf Schabacker die Position des Headcoaches. An ihrer Seite fungieren Kathrin Gut und Kai Tzschentke als Assistenten.
Die Gastgeberinnen aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg hatten ihrerseits ebenfalls nur wenige personelle Wechsel zu verzeichnen. Für die nach Polen abgewanderte US-Centerin Samantha Lapszynski verpflichteten die SG-Macher die Kanadierin Kaylee Kilpatrick, die im Vorjahr auf den Zetteln der DJK-Verantwortlichen gestanden hatte. Lokalmatadorin Saskia Gießelbach kehrte nach vier Jahren College zurück, derweil aus Mainz Katharina Feil zum Team stieß. Mit dem bundesligaerfahrenen Duo Aline Stiller und Christina Krick, Kristin Annawald, Ashley Engeln, U18-Europameisterin Melissa Kolb sowie zuverlässigen Rollenspielerinnen und aufstrebenden Talenten kann Trainer Conrad Jackson somit, ähnlich wie Miller, auf eine vielversprechende Mischung aus Jugend und Erfahrung bauen.
"Weiterstadt hat den Verlust einiger Spielerinnen aufgefangen, eine sehr solide Mannschaft zusammengehalten und sinnvoll ergänzt", zeigt die DJK-Cheftrainerin Respekt. "Es ist immer schwer, auswärts in die neue Saison zu starten. Alle brennen darauf, nach der langen Pause vor ihren eigenen Fans zu spielen. Wir müssen von Anfang an hellwach sein, in der Verteidigung gut arbeiten und auf den Ball aufpassen. Wenn wir erfolgreich sein wollen, müssen wir unseren Basketball spielen und all das aufs Feld bringen, was wir in den letzten Wochen entwickelt haben." Während die Generalprobe, der klare Pokalsieg in Marktheidenfeld, nicht als Referenz dient, setzten die Hessinnen eine erste Duftmarke. Wenngleich gegen ersatzgeschwächte Elangeni Falcons Bad Homburg, siegten sie im Duell der Zweitligisten mit 68:44 deutlich. red