Glosberg

Weit über 1000 Wallfahrer in Glosberg

Bei der Dekanatswallfahrt kamen weit über 1000 Wallfahrer nach Glosberg. Die Organisatoren des Dekanatsrates und vor allem die Helfer vor Ort aus der Pfarrei Glosberg und dem Seelsorgebereich Unteres ...
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Der Musikverein Glosberg umrahmte unter der Leitung von Edmund Mark den Gottesdienst vor einer unüberschaubaren Menge an Wallfahrern.
Der Musikverein Glosberg umrahmte unter der Leitung von Edmund Mark den Gottesdienst vor einer unüberschaubaren Menge an Wallfahrern.
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Bei der Dekanatswallfahrt kamen weit über 1000 Wallfahrer nach Glosberg. Die Organisatoren des Dekanatsrates und vor allem die Helfer vor Ort aus der Pfarrei Glosberg und dem Seelsorgebereich Unteres Haßlachtal hatten hervorragende Vorarbeit geleistet und boten ihren Pilgergästen einen herzlichen Empfang. Aus allen Himmelsrichtungen kamen Prozessionen mit Fahnen, Geistlichen, Ministranten und Pilgern.

Hubertus Förster, Festprediger, Dekan und Stadtdekan von Nürnberg, ging in seiner Eröffnung der Frage nach: Ist Christi Himmelfahrt nicht doch ein Vatertag, wie es allgemein im Volksmund auch heißt? Er bejahte dies, denn Jesus Christus gehe heim zu seinem Vater. Sein Werk sei vollendet, was er für Menschen tun konnte, habe er getan: Er habe die Weichen für eine bessere Welt gestellt.

"Hin zu einem Dienst des Volkes"

In seiner Predigt ging der Geistliche auch auf die Ausrichtung der heutigen Kirche ein. Dabei waren seine Worte nachdenklich, aber zugleich ermutigend für neue Wege. Die eine Kirche Jesu Christi bestehe aus allen Christen, die das "Kerngeschäft der Kirche" vermitteln. Dies bedeutet nach Meinung des Predigers aber auch, dass alle in der Kirche Verantwortung haben und dies zeigen müssen. Die Beteiligung von Laien an kirchlichen Entscheidungen müsse kommen, müsse selbstverständlich werden. Dabei berief sich Förster auf Kardinal Reinhard Marx (Vorsitzender Deutsche Bischofskonferenz), der neue Formen von Leitungsmodellen in Ansatz bringe. Die Konzilsväter hätten den Weg dazu bereitet, "weg von einer reinen Priesterkirche, hin zu einem Dienst des Volkes". Dekan Förster: "Bitten wir den Heiligen Geist darum, dass es nicht wieder so lange dauert und dass sich mal etwas schneller verändert in unserer Heiligen Kirche", waren bemerkenswerte Schlussworte des in Kronach geborenen und in Rothenkirchen aufgewachsenen Geistlichen. Vor kurzem feierte er seine diamantene Jubelkommunion in Rothenkirchen. Die Eucharistiefeier wurde von ihm in Konzelebration mit Regionaldekan und Domkapitular Thomas Teuchgräber zelebriert.

Altar und Dorfplatz geschmückt

Der Pfarradministrator in der Pfarrei "Mariä Geburt" Glosberg, Pater Waldemar Brysch, freute sich außerordentlich über die überwältigende Teilnahme an der Dekanatswallfahrt und hieß alle herzlich willkommen. Ein besonderer Gruß galt den Zelebranten, Hubertus Förster und Thomas Teuchgräber, sowie den Geistlichen aus dem Dekanat, unter anderem Geistlichem Rat Erwin Lohneisen, Pater Wladyslaw Poddebniak, Pater Gottfried Hofer und Pfarrer Hans- Michael Dinkel.

Die Erstkommunionkinder brachten die Gaben zur Eucharistie an den Altar. Die musikalische Umrahmung wurde vom Musikverein Glosberg unter der Leitung von Edmund Mark und vom Chor "Spirit Voices" unter der Leitung von Georg Kestel gestaltet. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kirchenverwaltung, der Pfarrei Glosberg, des Seelsorgebereiches Unteres Haßlachtal und des Dekanatsrates hatten Altar und Dorfplatz entsprechend dem großen Ereignis mit Blumenschmuck und Fahnen verziert und somit ein würdiges Ambiente für das große Fest geschaffen.

Wallfahrer aus über 20 Pfarreien

Das Gnadenbild in der Wallfahrtskirche "Mariä Geburt" Glosberg stammt aus der Zeit um 1400. Viele Tausende haben durch die Jahrhunderte hier schon Trost gefunden. So führte auch an Christi Himmelfahrt der erste Weg zu einem Gebet in die Wallfahrtskirche zum Gnadenbild der Mutter Gottes. Zum Dekanatsbereich Kronach gehören die Pfarrgemeinschaft Kronach, der Pfarreienverbund Oberes Rodachtal und der Seelsorgebereich Unteres Haßlachtal. Und so kamen mehr als 1000 Wallfahrer aus über 20 Pfarreien aus dem Frankenwald nach Glosberg. Mit dem gemeinsam gesungenen Wallfahrtslied von Maria Glosberg verabschiedeten sich die Wallfahrer.

Beim Auseinandergehen waren viele Stimmen von Gläubigen zu hören, die sich beeindruckt zeigten von dem schönen Festgottesdienst, der ansprechenden Predigt und der gelungenen Umrahmung und Organisation. Regionaldekan Thomas Teuchgräber dankte in seinen Schlussworten auch der freiwilligen Feuerwehr für die Verkehrsregelung und ihre sonstige Hilfsbereitschaft. eh

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