Bad Königshofen im Grabfeld

Weit mehr als nur ein sozialer Verband

In Bad Königshofen waren sich die Mitglieder "55plus" einig: Die Kolpingsfamilien sind ein Gewinn fürs Leben.
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Der Begegnungstag endete mit dem Bannerzug zur Wallfahrtskirche Ipthausen. Fotos: Hanns Friedrich
Der Begegnungstag endete mit dem Bannerzug zur Wallfahrtskirche Ipthausen. Fotos: Hanns Friedrich
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Mit mehr als 300 Besuchern hatte der "Begegnungstag Kolping 55plus " in Bad Königshofen einen enormen Zuspruch. Der Tag stand unter dem Thema "Kolping - Ein Gewinn für das Leben". Höhepunkte waren die Lesung "Adolph Kolping im O-Ton" von Peter Langer und Elias Lang, aber auch "Fränkisch geles'n und fränkisch gelacht ..." von und mit dem fränkischen Mundartdichter Wilhelm Wolpert sowie die "Kaufmannsware - wilde Schlehen aus der Rhön". Musikalisch gestalteten Clemens Behr und Gerhard Hippeli als "Rhön-Grabfelder-Duo" den Nachmittag.

Gerhard Hippeli, Leiter des Arbeitskreises Kolping 55 plus freute sich über die zahlreichen Besucher im großen Kursaal der FrankenTherme Bad Königshofen. Die Gäste kamen aus den Bereichen Bad Kissingen, Haßberge, Schweinfurt und Rhön-Grabfeld. Bad Königshofens Bürgermeister Thomas Helbling stellte die Stadt vor. Auf die Kureinrichtungen ging Kurdirektor Werner Angermüller ein und betonte, dass sich die Stadt und die Kurverwaltung den Veränderungen in der Kur gestellt habe. Dazu gehöre auch die FrankenTherme mit ihren Einrichtungen. 150 000 Badegäste wurden in diesem Jahr bisher gezählt.

Breit gefächert

Diözesanreferentin Sylvia Christ meinte, dass man zum Thema des Tages "Kolping - ein Gewinn fürs Leben" viel erzählen könne. Dazu gehöre die Kolpingarbeit, die Umsetzung der Ideen Adolph Kolpings und Kolping als Sozialverband in mehr als 60 Ländern. Sie verwies auf den Kolpingtag in Schweinfurt, wo sich bei einer Umfrage herausstellte, wie breit gefächert der Gewinn fürs Leben ist. Die Rede war von Geborgenheit, Glauben leben, Freundschaft, Unterstützung und Heimat. All das zeige, dass man aus Kolpingsfamilien auch Kraft schöpfen könne. Kolping sei damit weit mehr als nur ein Sozialverband.

"Adolph Kolping im O-Ton"

Interessant und informativ war die Lesung von Peter Langer "Adolph Kolping im O-Ton". In dem gespielten Stück mit Elias Lang als Wanderbursche und Peter Langer als Adolph Kolping ging es um die Gesellen, denen im 19. Jahrhundert Adolph Kolping ein Haus zur Verfügung stellte. Damit waren die Gesellenhäuser, die es heute überall gibt, geboren. "Fränkisch gelesn und fränkisch gelacht über Junga, Alta, Fromma und aa über fränkische Frecker" hieß es am Nachmittag. Dazu war der bekannte Mundartdichter Wilhelm Wolpert gekommen. Seine Gedichte und Geschichten brachten die Kolpingmitglieder sehr oft zum Schmunzeln und Lachen.

Dann kam "Kaufmannsware", vier Frauen aus der Rhön, zu Kolping 55 plus und begeisterte mit fränkischer Volksmusik, aber auch selbstironischen Stücke aus der eigenen Feder.

Schon traditionell endete der Tag mit dem Bannerzug zur Wallfahrtskirche Ipthausen und dem Abschlussgottesdienst mit Diözesanpräses Diakon Jens Johanni und Pfarrer Karl Feser, Präses der Kolpingsfamilie Bad Königshofen. hf

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