Weisendorf

Weisendorfer wissen, wo ihr Gemüse wächst

Als Ernteteilnehmer einer solidarischen Landwirtschaft können Verbraucher ihre Wertschätzung für die Arbeit der Bauern zeigen.
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Die Biobauern vom Heidschnuckenhof und Alfred Schaller (2. v. l.) sowie Solawi-Koordinatorin Karin Depner (3. v. l.) stellten den Grünen und rund 30 Bürgern das Projekt vor. Foto: privat
Die Biobauern vom Heidschnuckenhof und Alfred Schaller (2. v. l.) sowie Solawi-Koordinatorin Karin Depner (3. v. l.) stellten den Grünen und rund 30 Bürgern das Projekt vor. Foto: privat

Das Verhältnis zwischen Landwirten und Verbrauchern ist zurzeit nicht einfach. Auf der einen Seite beklagen sich die Landwirte über Belehrungen und mangelnde Wertschätzung ihrer Arbeit, auf der anderen Seite mahnen Verbraucher mehr Umwelt- und Artenschutz an.

Anstatt kontroverse Diskussionen anzustoßen, wollten die Weisendorfer Grünen beide Seiten an einen Tisch bringen und luden dieser Tage drei Landwirte aus Steudach und Schmiedelberg zur Gründung einer Weisendorfer Solawi-Gruppe ein. Solawi steht für solidarische Landwirtschaft.

Wie es in einem Pressebericht der Grünen heißt, fanden sich zu dieser Veranstaltung mehr als 30 interessierte Bürger ein. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Sprecherin des Ortsverbands, Christiane Kolbet, erläuterte Ernst Rappold, der die Veranstaltung organisiert hatte, das Projekt. Solidarische Landwirtschaft basiert auf der Wertschätzung für Lebensmittel und diejenigen, die sie erzeugen. Gegen einen festen monatlichen Betrag baut der Landwirt Gemüse für einen festen Kundenstamm an und liefert ihn wöchentlich in ein Depot, zu dem alle Ernteteilnehmer Zugang haben. Die Menge richtet sich nach der Saison und dem Ertrag.

Damit die Verbraucher wissen, wo ihr Gemüse wächst, finden gelegentliche "Ackerfeste" statt, bei denen die Kunden selber anpacken dürfen. Biobauer Alfred Schaller berichtete dann auch von einer solchen Aktion, bei der vor kurzem mit 20 engagierten Helfern Lauch geerntet wurde. Innerhalb einer Stunde sei die Arbeit getan gewesen, nach dem Motto "Viele Hände, schnelles Ende!"

Während Schaller überwiegend Wintergemüse anbaut - es handelt sich je nach Saison um 35 bis 40 Sorten -, betreibt der Heidschnuckenhof Sommeranbau: Tomaten, Gurken, Mangold, Zucchini und mehr in Gewächshäusern.

Start am 5. Februar

Den organisatorischen Ablauf beschrieb anschließend Karin Depner von der Solawi-Gruppe in Erlangen und beantwortete bereitwillig Fragen zu Abholung, Lagerung und Verteilung des Gemüses.

Start des Weisendorfer Projektes ist bereits am 5. Februar. Dann wird die erste Lieferung vom Hof von Alfred Schaller in das Depot in der Höchstadter Straße gebracht. Wer Ernteteilnehmer werden möchte, der wendet sich an Ernst Rappold unter der Telefonnummer 09135/445838 oder füllt unter https://solawi-erlangen.de/ernteteilnehmer-werden/ bis zum Montag, 27. Januar, gleich den Vertrag aus. red

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