Herzogenaurach

Weil auch der Klimaschutz in den Kommunen beginnt

Katrin Göring-Eckardt war die Gastrednerin beim Neujahrsempfang der Grünen. Über 150 Gäste lauschten der Rede der Bundestagsfraktions-Chefin, die vom Kreisvorsitzenden, dem Landratskandidaten von Bünd...
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Katrin Göring-Eckardt kämpft um jede Stimme.  Foto: Richard Sänger
Katrin Göring-Eckardt kämpft um jede Stimme. Foto: Richard Sänger

Katrin Göring-Eckardt war die Gastrednerin beim Neujahrsempfang der Grünen. Über 150 Gäste lauschten der Rede der Bundestagsfraktions-Chefin, die vom Kreisvorsitzenden, dem Landratskandidaten von Bündnis90/Die Grünen, Manfred Bachmayer, sowie der Ortsverbandssprecherin Uschi Schmidt ins Novina-Hotel eingeladen worden war. Da mehr Besucher kamen als erwartet, musste der Konferenzsaal erweitert werden.

"Wir haben ein Jahrhundert vor uns, auf das es richtig ankommt", erklärte Göring-Eckardt. Bei der Kommunalwahl in Bayern am 15. März 2020 komme es auf jede einzelne Stimme an: für den Schutz des Klimas, für eine gesunde Natur, dafür, dass Kinder gut aufwachsen und alle gut miteinander leben können.

Die Klimakrise und ihre Folgen seien längst angekommen. So nähmen Dürre, Hitze, Starkregen und Extremwetterereignisse zu, was sich auf das Leben, die Gesundheit und die Natur sowie auch die Wirtschaft auswirke. Deshalb habe der Klimaschutz für die Grünen absolute Priorität, so die Rednerin. Und auch dafür gelte, dass er in der Kommune anfängt.

Denn der Zusammenhalt der Gesellschaft und die Zukunft des Planeten entscheiden sich auch vor Ort. "Wir haben eine grüne Zeit und kommen am Klima nicht mehr vorbei."

Wie Göring-Eckardt deutlich machte, sind die Klimakrise und ihre Folgen längst angekommen. So nähmen Dürre, Hitze, Starkregen und Extremwetterereignisse zu und das wirke sich auf das Leben, die Gesundheit und Natur sowie die Wirtschaft aus. Deshalb habe der Klimaschutz für die Grünen absolute Priorität. Und auch hier gelte: Klimaschutz fängt in der Kommune an. Die Rednerin: "Was wir dafür tun müssen, ist klar: Wir müssen umstellen auf 100 Prozent sauberen Strom aus erneuerbaren Energien, eine klimaneutrale Wärmeversorgung und umweltfreundliche Mobilität."

Horst Seehofer bekam für seine Haltung zur Flüchtlingspolitik sein Fett weg. Der sich anfangs weigerte, zu handeln, und jetzt plötzlich - zum Erstaunen der Grünen - eine europäische Lösung fordere. "Im Mittelmeer darf kein Mensch mehr ertrinken und deshalb ist es lobenswert, dass sich die Kirche mit einem Rettungsschiff einschaltet", so Göring-Eckardt unter starkem Beifall.

Insbesondere kritisierte Göring-Eckardt den Kohleausstieg, dessen Umsetzung auf sich warten lässt. So seien die erneuerbaren Energien und die Windenergie ein zentrales Thema. Die Klimapolitik habe auch mit der Landwirtschaftspolitik zu tun und so müssten Landwirte, die ihre Tiere artgerecht halten und ihre Felder anständig bewirtschaften, auch anständig bezahlt werden, um davon leben zu können.

Unter Beifall erteilte die Bundestagsabgeordnete der Massentierhaltung eine klare Absage. Die notwendige Agrarwende sei keine Landidylle, sondern Land und Stadt gehören zusammen und eine Wende könne nur gemeinsam gelingen. Deshalb brauche es auch in Ämtern Leute, die etwas voranbringen und nicht verhindern.

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