Großenseebach

Weihbischof überrascht den scheidenden Mesner

Nach 22 Jahren als Mesner der Kirche St. Michael in Großenseebach wurde der 85-jährige Hans Warter in einem feierlichen Gottesdienst von Erwin Schmitt als Vertreter der Kirchenverwaltung Hannberg in d...
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Hans Warter (l.) bekam von Herwig Gössl die silberne Mesnernadel. Foto: privat
Hans Warter (l.) bekam von Herwig Gössl die silberne Mesnernadel. Foto: privat

Nach 22 Jahren als Mesner der Kirche St. Michael in Großenseebach wurde der 85-jährige Hans Warter in einem feierlichen Gottesdienst von Erwin Schmitt als Vertreter der Kirchenverwaltung Hannberg in den Ruhestand verabschiedet.

Der damalige amtierende Kirchenverwalter fragte Hans Warter, ob er mal den Opfergang machen könnte, und daraus wurden 22 Jahre aktiver, ehrenamtlicher und unentgeltlicher Dienst, heißt es in einem Bericht der Kirchengemeinde. Warter sei immer dagewesen, alleine zum Auf- und Zusperren sei er mindestens 15 000 Mal in die Kirche gekommen. Er habe sich um das Schneeschieben gekümmert, um das Christbaumaufstellen, die Müllabfuhr und vieles mehr.

Er habe mit vier hauptamtlichen Pfarrern und vielen weiteren zusammen die Gottesdienste zelebriert. Wenn mal etwas schiefging, musste er sich das von seiner Frau Kathi oder im Wirtshaus anhören, verriet Schmitt mit einem Schmunzeln und betonte, dass so ein Dienst ohne die Unterstützung der Familie nicht möglich sei. Hans Warter wurde eine Figur von Johannes dem Täufer überreicht - seinem Namenspatron.

Neben 21 Ministranten - darunter viele frühere Aktive - kam als Überraschungsgast Weihbischof Herwig Gössl, der zehn Jahre in Hannberg und Großenseebach als Pfarrer tätig war, in den Gottesdienst. Er überreichte Warter die silberne Mesnernadel der Mesnervereinigung mit Gottes Segen.

Zu Tränen gerührt

Pfarrer Johannes Saffer zelebrierte zusammen mit Pfarrer Reuß die Messe für Hans Warter als Anerkennung und zum Dank. Carola Schneider bedankte sich für den Pfarrgemeinderat, Oskar Klinga im Namen der Hannberger Mesner für die gute Zusammenarbeit. Im Anschluss wurde das Segenslied des "Abenteuerland"-Kindergottesdienstes für Warter gesungen und die Verabschiedung wurde mit einem Umtrunk, organisiert durch den Sachausschuss "Feste feiern", abgeschlossen. Warter war zu Tränen gerührt, "dass er der Kirche so viel wert ist", und erhält einen Ehrenplatz als Altmesner. red

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