Weidhausen bei Coburg
Gemeinderat

Weidhausen zieht bei der Mühlleite "rechtzeitig die Handbremse"

Die Baurechte im Bereich "Mühlleite" wurden von 36 auf 21 reduziert. Die entsprechenden Änderungen des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes wurden ...
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Die Baurechte im Bereich "Mühlleite" wurden von 36 auf 21 reduziert. Die entsprechenden Änderungen des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes wurden in der jüngsten Gemeinderatssitzung einstimmig vorgenommen. Anlass ist, dass im südlichen Bereich des Baugebietes der Verkauf floriert. Bereits neun Reservierungen gibt es schon. Dagegen finden sich für den nördlichen Hangbereich keine Interessenten, da die Böschung die nutzbare Grundstücksfläche verkleinert und ein Hausbau mit Keller erforderlich ist. Deshalb sah das Gremium eine Erschließung der Nordhälfte als unwirtschaftlich an. "Rechtzeitig die Handbremse ziehen", meinte dazu Bürgermeister Markus Mönch (parteilos). Ein Spielplatz ist aber weiterhin vorgesehen.


Hallstraße muss saniert werden

Die Sanierung der Hallstraße war ein weiteres Thema. Einstimmig wurde beschlossen, die Baumaßnahme 2021 durchzuführen und entsprechende Mittel im Haushalt einzustellen. In einem zweiten Beschluss wurde der Bau einer Erschließungsstraße zwischen dem Baugebiet Mühlleite und Mühlgasse festgelegt. Diese soll 2019 durchgeführt werden. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Ausschreibung dieser Maßnahme mit der Ausschreibung der Erschließung für das Baugebiet Mühlleite zu veranlassen. Dazu gab der Bürgermeister nähere Erläuterungen: Die Hallstraße ist mit einer Länge von 630 Metern eine der wichtigsten Verkehrsadern der Gemeinde und erschließt als einzige Zufahrt den gesamten Bereich im Südwesten von Weidhausen. Es nutzen momentan 337 Einwohner (das sind 13 Prozent der Stammgemeinde Weidhausen) die Hallstraße als Zubringer zu den dahinter liegenden Straßen. Hinzu kämen noch die Anwohner des Baugebietes Mühlleite.
Die Hallstraße ist ab der Abzweigung Schloßstraße dringend sanierungsbedürftig. Ein Abfräsen und Überziehen mit einer neuen Teerdecke ist nicht möglich. Deshalb muss mindestens auf einer Länge von 300 Metern (von der Abzweigung Schloßstraße bis kurz hinter die Einmündung des Finkenweges) saniert werden. Ein Komplettausbau ist auch in Bezug auf die Erneuerung der Ver- und Entsorgungsleitungen alternativlos. Ob die Sanierung im hinteren Bereich notwendig ist, wird sich Mönch zufolge im Rahmen einer Bestandsaufnahme der Straße noch ergeben.
Die Erschließung der Mühlleite soll 2018 erfolgen über die Hallstraße. 2019 soll eine Erschließungsstraße zwischen Mühlgasse und dem Baugebiet Mühlleite fertig gestellt werden. Erst dann würde die Hallstraße über eine zweite Zufahrt verfügen. Die Umleitung des Anliegerverkehrs sowie die Zufahrt für Feuerwehr, Rettungsdienst und Müllabfuhr sind für die Zeit der Baumaßnahme, beziehungsweise einer möglicherweise notwendigen Vollsperrung, gesichert. Eine Mehrbelastung der Anwohner für die Zeit der Erschließung Mühlleite über die Hallstraße (eine andere Erschließung ist nicht möglich) und deren Sanierung schloss Mönch nicht aus.


Ohne Beiträge der Anlieger

Beruhigen konnte Mönch allerdings die zahlreichen Zuhörer insofern, als die Sanierung der Hallstraße und auch die der angeschlossenen Straßenzüge ohne finanzielle Belastung der Bürger (sprich Straßenausbaubeitragssatzung) nach dem jetzigen Stand über die Bühne gehen wird.
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