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Weichenstellung mit Volldampf

Der Zweckverband des Dampflokomotiv-Museums leitete weitere Investitionen in die Wege.
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Die Arbeiten für die Bodenplatte der neuen Eingangshalle stehen kurz vor dem Abschluss. Die Hitze machte natürlich auch den Bauarbeitern der Firma Dietz-Bau GmbH aus Weismain zu schaffen. Foto: Werner Reißaus
Die Arbeiten für die Bodenplatte der neuen Eingangshalle stehen kurz vor dem Abschluss. Die Hitze machte natürlich auch den Bauarbeitern der Firma Dietz-Bau GmbH aus Weismain zu schaffen. Foto: Werner Reißaus

Zur jüngsten Sitzung des Zweckverbandes des Deutschen Dampflokomotiv-Museums (DDM) hatte Bezirkstagspräsident Henry Schramm in seiner Eigenschaft als Verbandsvorsitzender in den Sitzungssaal der Stadt Kulmbach eingeladen. Im öffentlichen Teil ging es in erster Linie um die Vergabe weiterer Gewerke für das Museumsentwicklungskonzept 2020. Schließlich gab die Verbandsversammlung noch "grünes Licht" für die Behebung eines Wasserschadens im Ringlokschuppen, der einen Wasserverlust von 1,5 Kubikmetern in der Stunde ergibt. Die Sanierung der schadhaften Wasserleitung im hinteren Teil des Ringlokschuppens wird voraussichtlich Gesamtkosten von 18 000 bis 24 000 Euro ergeben, allerdings unter der Voraussetzung, dass die Versorgung der Sanitäranlagen über eine neue Leitung aus dem früheren Übernachtungsgebäude heraus realisiert werden kann.

Die größten Blöcke kommen noch

Wie DDM-Geschäftsführer Rüdiger Köhler ausführte, seien derzeit 50 Prozent des Auftragsvolumens vergeben. Weitere Aufträge für die Infrastruktur der Kleinbahnanlage einschließlich der Instandsetzung für die dazugehöre Dampflok würden derzeit ausgeschrieben. Köhler: "Das sind die größten Blöcke, die jetzt noch zur Ausschreibung kommen, die Außengleise und die Kleinbahngleise sowie die Instandsetzung unserer Kleinbahnlokomotive. Das Kostenvolumen dafür bewegt sich bei rund einer Million Euro, ist aber Bestandteil des Museumsentwicklungskonzeptes 2020. Etwa 600 000 Euro müssen in die Gleisinfrastruktur investiert werden und rund 350 000 Euro in die Instandsetzung der Lokomotive." Bezirkstagspräsident Henry Schramm wurde ermächtigt, die Aufträge zu vergeben, damit sichergestellt ist, dass die Kleinbahn im kommenden Jahr spätestens zu den Pfingstdampftagen wieder ihre Kreise zieht.

Zum Internationalen Modellbahntag 2019 ist am 1. Dezember die Übergabe der neuen Modellbahnanlage vorgesehen. Das neue Eingangsgebäude, das derzeit im Entstehen ist, soll zu den Pfingstdampftagen 2020 eröffnet werden.

Museumsleiter Jürgen Birk ging noch näher auf die Instandsetzung der Kleinbahnlokomotive ein, deren Kessel vollkommen neu gebaut werden muss.

Weitere Auftragsvergaben

Vergeben wurden noch im Einzelnen: Abbrucharbeiten am museumspädagogischen Zentrum: Firma Schimmel Bau GmbH, Marktschorgast: 5150 Euro; Akustikdecke Eingangsgebäude: Firma Bodenschlägel GmbH, Rugendorf: 90 299 Euro; Bodenbelagsarbeiten Eingangsgebäude: Firma Ravello Steinteppic, Lauchhammer: 19 052 Euro; Estricharbeiten Eingangsgebäude: Firma A + I Asphalt und Isolierbau, Bayreuth: 14 134 Euro; Innentüren Eingangsgebäude und Ausstellungsraum: Firma Schreinerei Jürgen Kolb, Thurnau: 4851 Euro; Malerarbeiten Eingangsgebäude: Malergeschäft Näther GmbH, Thurnau: 3916 Euro; Metallbauarbeiten Eingangsgebäude: Firma Unkauf GmbH, Ködnitz: 11 782 Euro; Trockenbauarbeiten Eingangsgebäude: Firma Näther & Hübner GmbH, Thurnau: 5171 Euro; Beleuchtung Lieferung: Firma Sonepar GmbH, Bayreuth: 55 302 Euro; Beleuchtung Installation: Firma Die Raum-Beleuchter, Kempten: 84 448 Euro.

Weitere Schreinerarbeiten im jetzigen Eingangsbereich des DDM wurden an die Firma Bodenschlägel GmbH, Rugendorf, zum Angebotspreis von 17 664 Euro vergeben. Hier soll im Zuge des MEK 2020 der sogenannte Prä-Prolog entstehen, der künftig als Ankunftshalle des Museums dienen soll. Die museumsdidaktische Texterstellung für die im Rahmen des MEK 2020 zusätzlich dazu gewonnenen Ausstellungsstücke wurde an die Firma Wortboten, Texte für Medien und Museen aus Bremen vergeben. Die Kosten dafür betragen 9980 Euro.

Kosteneinsparungen geplant

Abgesehen von der Ausschreibung der Beleuchtung liegen alle zu vergebenden Gewerke im Rahmen der Kostenberechnung. Die aufgrund der Beleuchtungsmittel entstehende Kostenmehrung soll im weiteren Verlauf des Projekts durch Kosteneinsparungen kompensiert werden.

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