Bad Rodach

Weichen für Projekt in Elsa gestellt

Der Stadtrat von Bad Rodach vergab die ersten Aufträge zur Sanierung des ehemaligen Landgasthofes in Elsa, das zu einem Dorfgemeinschaftshaus werden soll. Die Gesamtkosten werden knapp 400 000 Euro betragen.
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Zu einem sozialen Mittelpunkt soll sich der ehemalige Landgasthof in Elsa entwickeln. Der Stadtrat Bad Rodach stellte in seiner jüngsten Sitzung die dafür notwendigen Weichen. Foto: Martin Rebhan
Zu einem sozialen Mittelpunkt soll sich der ehemalige Landgasthof in Elsa entwickeln. Der Stadtrat Bad Rodach stellte in seiner jüngsten Sitzung die dafür notwendigen Weichen. Foto: Martin Rebhan

"Nägel mit Köpfen" machte der Stadtrat Bad Rodach in Sachen Dorfgemeinschaftshaus Elsa. Nachdem im August des letzten Jahres grundsätzlich beschlossen worden war, die Sanierung des ehemaligen Landgasthofes anzugehen, stellte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung nun endgültig die entsprechenden Weichen dafür und vergab erste Aufträge.

Bevor es "grünes Licht" dafür gab, hatte Jürgen Kittner vom Ingenieurbüro Kittner & Weber die geplanten Baumaßnahmen erläutert. So ist unter anderem vorgesehen, ein Behinderten-WC einzubauen, einen barrierefreien Zugang zu schaffen, Fenster zu erneuern, die Küche zu vergrößern sowie Fliesen, Böden und Wände zu erneuern. Die Garage soll demnach zu einem Vereinszimmer umgebaut werden.

Ebenfalls saniert werden soll das ehemalige Schlachthaus. Als Jugendraum werden neben dem Schlachthaus zwei Container aufgestellt. Um einen überdachten Zwischenbereich zu erhalten, wird das Dach der Container in das Dach des Schlachthauses eingebunden. "Container und Schlachthaus werden mit einer Holzverkleidung versehen, um ein einheitliches Gesamtbild der Nebengebäude herzustellen", ließ Jürgen Kittner wissen.

Die Gesamtkosten kalkulierte er mit etwa 387 000 Euro. Nicht unerwähnt ließ Kittner, dass die Dorfgemeinschaft zugesagt habe, in manchen Bereichen Eigenleistungen zu erbringen. "Hier fallen für die Stadt dann lediglich Materialkosten an."

Von Kämmerer Michael Fischer war zu erfahren, dass im Rahmen der staatlichen Förderung "Dorferneuerung" Zuschüsse von 65 Prozent bis zu einer Obergrenze von 245 000 Euro zu erwarten seien.

Zusätzlicher Eingang

Eine große Bitte der Dorfgemeinschaft Elsa, die viel Herzblut in das Projekt investierte, trug Armin Knauf vor: Er bat den Stadtrat, einen zusätzlichen Eingang in Richtung Dorfplatz zu genehmigen. Er legte dar, welch einen Gewinn ein zusätzlicher Eingang für das gesamte Dorfhaus darstellen würde. An den geschätzten Kosten von 10 000 Euro für diese Maßnahme würde sich nach den Worten von Knauf die Dorfgemeinschaft mit 3000 Euro beteiligen.

Christoph Herold (CSU) wollte in den Beschluss eingearbeitet haben, dass Voraussetzung für die Umsetzung des Projekts der Abschluss einer Vereinbarung mit der evangelischen Kirche über Miet- und Unterhaltskosten ist. Einstimmig wurde nicht nur der zusätzliche Eingang, sondern auch die Baudurchführung beschlossen. Für die Gewerke Elektro-, Fliesen- und Heizungsarbeiten konnten keine Aufträge vergeben werden, da die Ausschreibungen ergebnislos waren. Die vom Stadtrat erteilten Aufträge haben ein Volumen von rund 260 000 Euro.

Nach Worten von Michael Fischer steht als nächster Schritt an, einen Bauzeitenplan zu entwerfen. "Ich gehe davon aus, dass die ersten Maßnahmen zeitnah erfolgen", meinte Fischer. Über ein Fertigstellungsdatum könne derzeit noch nicht gesprochen werden.

Der Stadtrat beschloss einstimmig, dass die Beleuchtung im Stadtgebiet auf LED umgestellt werden soll. Ausgewechselt werden sollen 295 Pilzleuchten und 24 Kofferleuchten. Der Stromverbrauch würde sich von rund 88 000 auf 15 000 Kilowattstunden pro Jahr senken. Die Stadt investiert hierfür 127 000 Euro. "In fünf Jahren haben sich die Ausgaben amortisiert", betonte Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD).

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