Himmelkron

Wechsel noch kurz vor dem Ende

Als Nachrücker für Nicoline Engelhardt wurde Uwe Täuber als neuer Gemeinderat vereidigt.
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Bürgermeister Gerhard Schneider (links) nahm am Dienstagabend die Vereidigung von Uwe Täuber vor, der für Nicolin Engelhardt im Gemeinderat Himmelkron nachrückte. Foto: Werner Reißaus
Bürgermeister Gerhard Schneider (links) nahm am Dienstagabend die Vereidigung von Uwe Täuber vor, der für Nicolin Engelhardt im Gemeinderat Himmelkron nachrückte. Foto: Werner Reißaus

Wenige Monate vor dem Ende der aktuellen Legislaturperiode musste Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) noch ein neues Gemeinderatsmitglied vereidigen. Für Nicoline Engelhardt (47) folgte in der Liste der CSU-FWG der 53-jährige Uwe Täuber. Engelhardt gehörte dem Gemeinderat nahezu 18 Jahre an. Sie gab für ihr Ausscheiden berufliche und private Gründe an. In ihrem Rücktrittsschreiben verwies sie darauf, dass es im Gremium zwar manche Turbulenzen gab, sie aber durchweg auf schöne Erfahrungen zurückblicke.

Während die Neubesetzung der Ausschüsse damit gelöst wurde, dass Gemeinderat Uwe Täuber die bisherigen Aufgaben von Nicolin Engelhardt positionsgleich übernimmt, schlug CSU-FWG Fraktionssprecher Harald Peetz als Nachfolgerin von Nicolin Engelhardt als bisherige Jugendbeauftragte die Gemeinderätin Katja Kreutzer (FW) vor, die auch einstimmig in diesem Amt bestätigt wurde. Ihre Stellvertreter bleiben Gaby Pittel (CSU-FWG) und Ottmar Schmiedel (SPD).

Widerstand gegen Erdwall

Gegen die geplante Erdmassen-Deponie bei Kremitz, die im Zusammenhang mit der Verlegung der A 70 zwischen Thurnau und Brücklein angelegt werden soll, erhebt sich nach den Worten von Drittem Bürgermeister Peter Aßmann Widerstand. Dazu sei eine Unterschriftenliste unterwegs, die dem Bürgermeister in Kürze vorgelegt werden soll. Der Erdwall wäre aber zugleich eine Chance zur Verbesserung des Lärmschutzes. Bürgermeister Schneider: "Das muss man nicht verstehen!"

Noch keine Entscheidung wurde bei der Vergabe der Metallbauarbeiten für ein neues Eingangstor an der neu geschaffenen Friedhofsmauer in Himmelkron getroffen. Die vorgelegte Planskizze löste beim Gemeinderat jedenfalls keine Begeisterung aus. Ottmar Schmiedel (SPD): "Seid mir nicht böse, aber das Tor ist mehr als hässlich!" Das Unternehmen soll noch ein, zwei Alternativvorschläge ausarbeiten und dem Gemeinderat zur Entscheidung vorlegen, am besten auch bebildert.

Die Planungsleistungen für den Gehweg an der Bahnhofstraße in Lanzendorf wurden an das Ingenieurbüro Zenker, Windischenhaig/Kulmbach, für 20 432 Euro vergeben. Die Arbeiten, die für September 2020 eingeplant sind, sollen mit den Straßenbauarbeiten in der Bernecker Straße nicht kollidieren. Ansonsten sollen die Arbeiten erst 2021 ausgeführt werden.

Lebendige Partnerschaft

Einen Jahresbericht für die Patenschaft der Gemeinde Himmelkron mit der tschechischen Stadt Kynsperg legte Erwin Tischer vor. Der Patenschaftsbeauftragte machte anhand von zahlreichen Veranstaltungen deutlich, dass die Partnerschaft lebt. Auch für 2020 sind bereits viele gegenseitige Besuche geplant. 2021 besteht die Partnerschaft dann bereits 20 Jahre. Bürgermeister Gerhard Schneider würdigte die ehrenamtliche Arbeit von Erwin Tischer als Partnerschaftsbeauftragter, der diese Tätigkeit mit viel Herzblut ausübe: "Zum Jubiläum werden wir dafür sorgen, dass es was Ordentliches wird."

Was die Pläne der Bundesnetzagentur für die Planung zur Stromtrasse Süd-Ost-Link angeht, scheint nach den Worten von Bürgermeister Schneider die Trasse bei Gössenreuth vom Tisch zu sein. Schneider dankte hier der Bürgerinitiative mit Peter Aßmann und Hans Matussek für deren nimmermüden Einsatz.

Pia Aßmann (CSU-FWG) forderte mit Blick auf das Straßenfest eine Sitzung des Marketing-Ausschusses und plädierte dafür, im Gemeindeblatt auch eine "Kinder-Ecke" vorzusehen, um Kinder und Jugendliche stärker für die Gemeinde zu interessieren.

Katja Kreutzer bat darum, die Pläne für die Skateranlage am früheren Bahnhof Himmelkron endlich umzusetzen. Sebastian Herrmann (CSU-FWG) ließ in diesem Zusammenhang das Gremium wissen, dass es für ähnliche Einrichtungen derzeit Zuschüsse bis zu 90 Prozent gebe.

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