Ebrach

Wasser sucht die Feuerwehr heim

Problem  Immer wieder steht das Feuerwehrheim in Ebrach unter Wasser.
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von unserem Redaktionsmitglied 
Anette Schreiber

Ebrach — Wasser ist für die Feuerwehr ein unverzichtbares Einsatzmittel. Doch hat der Ebracher Brandschutz seit längerem ein Wasserproblem. Nicht etwa, dass man nicht über genügend Kapazitäten in Löschfahrzeugtanks oder via Hydranten verfügt. Es sind Niederschläge, die der Wehr zu schaffen machen: Immer öfter steht das Feuerwehrhaus nach stärkeren Regenfällen unter Wasser.
Die Marktgemeinde will ihre Brandschützer da nicht im Regen stehen lassen und ist aktiv geworden: Ein Ingenieurbüro ist den Abflusswegen des Regenwassers und den "Geheimnissen" des Kanalnetzes auf den Grund gegangen. Die Ergebnisse wurden im Marktgemeinderat vorgestellt.
Es war insbesondere ein Regenereignis im Juni vor zwei Jahren, das der Wehr zu schaffen machte, wie Bürgermeister Max-Dieter Schneider (SPD) erläuterte. Die Lagerhausstraße, in der sich das Feuerwehrhaus befindet, war erst neu hergestellt worden, sie hat demnach also auch einen neuen Kanal. Genau deswegen sei man doch sehr verwundert gewesen, dass es auch nach den Arbeiten wieder zu Überschwemmungen gekommen war. Das gab letztlich den Ausschlag für den Auftrag, das gesamte Kanalnetz in Ebrach hydraulisch zu untersuchen, also auf sein Volumen zu berechnen.
Die Ergebnisse liegen nun schon länger vor, ließ der Bürgermeister wissen. Aber bislang hatte sich das Gremium mit anderen Themen zu befassen. "Wir wussten bislang nur, dass wir Probleme haben, allerdings nicht wo", so Schneider. Nun jedenfalls präsentierte Manfred Richler, die Resultate der Untersuchungen. Demnach ist der größte Teil des Netzes ausreichend dimensioniert und genügt den Vorgaben, also auch den laut Statistik berechneten Regen ereignissen, wie sie alle drei Jahre einmal vorkommen.
Mit großer Verwunderung stellte der Experte fest, dass etliche Kanäle durch Privatgrund führen und zum Teil sogar überbaut sind. Insgesamt wurden drei Problembereiche entdeckt: Der eine befindet sich an der Würzburger Straße bis hin zum Regenüberlaufbecken im Ehrenhof der Justizvollzugsanstalt, der zweite im Bahnhofsbereich und der dritte bei der Bruck steigstraße. Größere Kanalrohre würden für Abhilfe sorgen. Ein Austausch der Rohre macht laut Gremium dann Sinn, wenn in den jeweiligen Bereichen Baumaßnahmen umgesetzt werden. Beispielsweise im Zuge der Marktplatzsanierung und wenn das Baugebiet "Bahnhofstraße" erschlossen wird. Was die Maßnahmen jeweils kosten würden, das soll das Planungsbüro nun ermitteln.
Bei der Feuerwehr sind die Rohre laut Experte ausreichend dimensioniert. Allerdings sollte die Wehr überprüfen, ob nicht die Regenwasserableitung vom Grundstück, für den Rückstau verantwortlich ist. Auch zum Regenfall vom Juni 2012 hatte der Planer recherchiert. Demnach hatte es zwei Mal kurz nach einander Starkregen gegeben. Aufgabe der Wehr ist es jetzt, sich bei heftigen Niederschlägen auf die Suche nach der Ursache für den Rückstau zu machen.
Eine Ursache für mangelndes Interesse an der Politik möchte Daniel Vinzens (JEL), Ebrachs neuer Jugendbeauftragter, beseitigen. Er setzt auf eine zeitgemäße Verbreitung der Inhalte und schlägt die Schaffung einer Kommunikations-Plattform und konkret die Publizierung von Gemeinderatsinformationen via Facebook-Seite vor. Die örtliche Jugendsozialarbeit hat bereits eine Facebook-Seite. Die könne man mit nutzen, schlug er vor. Das Gremium begrüßte das. Doch wer macht die Arbeit? Erst einmal wartet jetzt auf den Jugendbeauftragten die Gestaltung des Ferienprogramms.

Wer wird Ortssprecher in Neudorf

Die Ortssprecherwahl für den Gemeindeteil Neudorf soll in Kürze erfolgen. Eberau ist ebenfalls gefordert, merkte der Bürgermeister an. In seinen Mitteilungen wies er darauf hin, dass die Telekom die Telefonzelle am Marktplatz abbaut. Für den Baumwipfelpfad sei noch etliches zu klären, bevor der Staat das wichtige Projekt realisiert, zeigten Schneiders Ausführungen dazu.
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