Igensdorf

Wasser für Sportplatz Rüsselbach

Die Sportgemeinschaft Rüsselbach kann eine Beregnungsanlage bauen. Die Sanierung Lindelberghalle wurde auf Eis gelegt, die Kreditaufnahme aus dem Haushalt genommen. Damit ist der Etat genehmigungsfähig.
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Eine Beregnungsanlage könnte in den Sommermonaten das Trockenheitsproblem auf dem Rüsselbacher Sportplatz lösen.  Foto: Petra Malbrich
Eine Beregnungsanlage könnte in den Sommermonaten das Trockenheitsproblem auf dem Rüsselbacher Sportplatz lösen. Foto: Petra Malbrich

Die Kreditaufnahme für die Lindelberghalle war der große Brocken im Haushalt der Marktgemeinde Igensdorf. Damit war dieser jedoch nicht genehmigt worden. Lösungen mussten her, denn auch die Bürger waren mit dieser Höhe der Verschuldung wegen der Halle nicht einverstanden, wie die Bürgerversammlungen zeigten.

Auch mit dem Landratsamt Forchheim als Genehmigungsbehörde waren deshalb etliche Gespräche geführt und entsprechende Nachbesserungen getroffen worden. Alles die Halle Betreffende wurde auf Eis gelegt. Die Kreditaufnahme konnte so von den eingangs notwendigen 1,2 Millionen Euro auf 400 000 Euro reduziert werden.

Diese Änderungen mussten vom Gemeinderat beschlossen werden, weshalb Zweiter Bürgermeister Johann Engelhard (IU), der den erkrankten Bürgermeister Rast (IU) vertrat, die Haushaltssatzung nochmals auf den Tisch legte. Kämmerin Alexandra Krupp wird den Haushalt sofort ans Landratsamt weiter leiten.

Mehr Ökostrom in der Gemeinde, das ist der Wunsch der Grünen. Gemeinderat Günter Lang (Grüne) hat deshalb den Antrag gestellt, den Stromtarif zwischen dem Anbieter Eon und der Gemeinde Igensdorf auf einen Tarifvertrag mit Ökostrom umzustellen. Zudem sollen nach Ende der Laufzeit zum 31. Dezember 2021 auch reine Ökostromanbieter aus der Region gefragt werden. Mit der Naturstrom-AG im Kreis Forchheim gebe es eine gute Alternative.

Der jetzige Vertrag läuft bis 2021. Der Arbeitspreis der Kilowattstunde Normalstrom kostet derzeit 4,22 Cent. Mit einem geringen Aufpreis von 0,1 Cent könnte bereits reiner Ökostrom genutzt werden, argumentierte Lang. Zudem sei der Arbeitspreis nur ein Teil am gesamten Strompreis. Die Gemeinde solle hinsichtlich des Klimaschutzes mit gutem Beispiel vorangehen. Aufs Jahr betrachtet macht die Erhöhung des Arbeitspreises um 0,1 Cent Mehrkosten in Höhe von 700 Euro aus. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag zu, ebenso von regionalen Stromanbietern nach der Vertragslaufzeit Angebote für Ökostrom einzuholen.

"Sonderprogramm für Sportstätten in finanzschwachen Gemeinden" lautet ein Förderprogramm, das der Freistaat Bayern aufgelegt hat. Auch die Sportgemeinschaft (SG) Rüsselbach möchte das nutzen. Eine Beregnungsanlage, mit Brunnenwasser funktionierend, möchte der Verein bauen. Damit soll auf dem A-Platz den immer häufigeren Trockenperioden gegengewirkt werden.

Voraussetzung für den Erhalt der Fördermittel ist es jedoch, einen Pachtvertrag mit mindestens 25 Jahren Laufzeit vorzulegen. Diese Zeit kann nicht eingehalten werden, weshalb die Gemeinde beschloss, den Pachtvertrag vorzeitig zu verlängern: nur nicht auf 50 Jahre, wie vom Sportverein gewünscht, sondern auf 30 Jahre, damit die Rahmenbedingungen für das Förderprogramm eingehalten werden können, selbst wenn der Verein die Mittel erst in den nächsten Jahren beantragt.

Bis 30. September 2050 läuft nun der Pachtvertrag zwischen der Gemeinde und der SG Rüsselbach.

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