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Langensendelbach
Gemeinderat 

Wasser am "Heideweg" macht Sorgen

Das neue Baugebiet muss kanalisiert werden. Nicht geklärt ist bislang, wer die Kosten trägt. Festhalten will das Gremium an der Erscheinungsweise des Mitteilungsblatts.
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Das Baugebiet "Heideweg" liegt an einem relativ steilen Hang (oben die schon bestehende Bebauung). Im dahinter liegenden Grundstück, das landwirtschaftlich genutzt wird, soll die Kanaltrasse verlaufen. Foto: Wirth
Das Baugebiet "Heideweg" liegt an einem relativ steilen Hang (oben die schon bestehende Bebauung). Im dahinter liegenden Grundstück, das landwirtschaftlich genutzt wird, soll die Kanaltrasse verlaufen. Foto: Wirth
Mit der Erschließung des Baugebietes "Heideweg" im Ortsteil Bräuningshof im Bereich der Hochwassergefahrenflächen befasste sich der Gemeinderat Langensendelbach. Das vom Hang kommende Wasser muss mangels Alternativen durch das Baugebiet ablaufen. Ein im Süden geplanter Graben zur Aufnahme des hangab fließenden Wassers gilt wasserrechtlich als erste Vorstufe, um den geordneten Ablauf in Richtung Bubenreuther Straße durchführen zu können.
Wolfgang Harrer vom Planungsbüro erläuterte die Erschließung des Baugebietes. Aufgrund der wasserrechtlichen Betrachtung mit der schon bestehenden Bebauung wäre demnach jetzt der Zeitpunkt, den im Hochwasserschutzkonzept ausgewiesenen hochwasserträchtigen Bereich mit einer Regenwasserableitung HQ 100 zu regulieren.
"Was kommt an Kosten auf uns zu?", fragte Bürgermeister Oswald Siebenhaar (FW/UWB). Die dem Gemeinderat vorgelegte Kostenermittlung beträgt bei einem dreijährigen Regenereignis 237 000 Euro sowie bei einem 100-jährigen 339 000 Euro. Der Unterschied zwischen beiden Varianten sei nicht grvierend, so Harrer, denn die Trassenführung und die Gräben blieben gleich, nur der Querschnitt der Rohre ändert sich. Beim HQ 3 werden 800 Kubikmeter in der Sekunde sowie beim HQ 100 1500 Kubikmeter abgeführt.
Allerdings setze die Maßnahme auch voraus, dass die Eigentümer der Fläche, auf der die Kanaltrasse verläuft, bereit sind, Flächen zur Verfügung zu stellen. "Eines muss uns allen klar sein", so Siebenhaar, "wir stehen im Fokus der Gemeinde Bubenreuth und unter genauester Beobachtung vom Wasserwirtschaftsamt Mittelfranken."
Auf die Frage von Norbert Händel (UWB), ob es Versickerungsmöglichkeiten gebe, erklärte Harrer, der Boden bestehe an der Oberfläche aus Sand und darunterliegendem Letten, der nichts versickern lasse. Für Hans Knetzger (FW) stellte sich die Frage, wer die Kosten übernimmt. Diese könne man nicht allein auf die Bauwerber abwälzen, da man nicht nur das Baugebiet "Heideweg" schütze, sondern auch den bestehenden Baubestand, meinte Bürgermeister Siebenhaar.
Nach eingehender Diskussion nahmen die Räte die Ausführungen zur Kenntnis und beauftragten Siebenhaar, mit dem Eigentümer die Lage zu erörtern.


Brandschutz kostet 100 000 Euro

Zum Staunen brachten die Räte dann die Kosten in Höhe von 100 000 Euro für die Brandschutzsanierung der Grundschule Langensendelbach. Siebenhaar erklärte hierzu, dass die Brandschutzmaßnahmen und Fluchtwege für die Turnhalle baulich schwierig umsetzbar seien. Nachdem viele der Baumaßnahmen im Außenbereich erfolgten, sei dafür eine Baugenehmigung erforderlich. Einstimmig erteilten die Räte das gemeindliche Einvernehmen.
Bei der Suche nach Sparmöglichkeiten stand auch das gemeindliche Mitteilungsblatt im Fokus. Mit einer Auflage von 1300 Exemplaren erscheint es derzeit vierzehntäglich. Eine monatliche Erscheinungsweise würde 3500 Euro jährlich einsparen, hätte allerdings den Nachteil, dass wichtige Bekanntmachungen von Fachbehörden wie auch von Vereinen und kirchlichen Einrichtungen frühzeitig veröffentlicht werden müssten. Dem Vorschlag, das Mitteilungsblatt nur noch Online zu stellen wurde eine klare Absage erteilt. Den Vertrag aufzulösen und neu auszuschreiben fand ebenfalls keine Mehrheit. Jochen Düsel (CSU) plädierte dafür, die vierzehntägliche Erscheinungsweise beizubehalten. Dem stimmte man schließlich mehrheitlich zu.
Ebenfalls beschlossen wurde, die Verwaltung mit der Umsetzung eines Informationssicherheitskonzeptes zu beauftragen und entsprechende Angebote einzuholen. Nach der Sommerpause wird der Gemeinderat die Angebote auswerten.
Abschließend teilte Bürgermeister Siebenhaar mit, dass in den nächsten Tagen mit den Kanal- und Wasserleitungsbauarbeiten für den neuen Bauhof in der Baiersdorfer Straße begonnen wird.

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