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Adelsdorf

Was sich die Adelsdorfer wünschen

Die Bürger haben einige Ideen und Anregungen für den künftigen Bürgermeister parat.
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Das Baugebiet "Seeside" beschäftigt die Adelsdorfer. Dabei geht es um die Integration der Neubürger genauso wie um den Verkehr in dem Areal. Foto: Andreas Dorsch (Archiv)
Das Baugebiet "Seeside" beschäftigt die Adelsdorfer. Dabei geht es um die Integration der Neubürger genauso wie um den Verkehr in dem Areal. Foto: Andreas Dorsch (Archiv)

Bereits in knapp einem Monat findet auch in Adelsdorf die Kommunalwahl statt. Doch was wünschen sich die Bürger für die Zukunft? Wir haben bei einigen Adelsdorfern nachgefragt.

Vor allem in den Wintermonaten wünscht sich Özlem Avci mehr Möglichkeiten für Aktivitäten mit Kindern, aber auch im Sommer könnte man mal einen Kindernachmittag mit Musik im Schlossgarten veranstalten. Stephanie und Ralph Hirt finden zwar Aktionen wie die Bürgermeisterwette und das anschließende Fest am Eisweiher toll, aber weitere Feste zur Integration des Neubaugebiets "Seeside" seien nötig, damit eine engere Dorfgemeinschaft mit den Neubürgern entstehen kann.

Eileen Weiß wünscht sich in Zukunft ein harmonisches Zusammenleben aller Generationen. Hilfreich könnten dabei generationenübergreifende Projekte sein, für die nicht nur die Gemeinde verantwortlich sein kann. "Es gehört eine gewisse Eigeninitiative dazu, dann stößt man auf viel Unterstützung bei der Gemeinde", weiß Susanne Plum.

Mehr Treffpunkte für die Jugend

Vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene brauche es Grillflächen oder andere Orte, damit man nachts auch mal länger laut sein könne, so Weiß. Andere Jugendliche gaben an, dass es zwar den Jugendtreff "Bunker" gibt, aber bedauerlicherweise könne dieser nicht für private Feiern gemietet werden. Mehr Läden und mehr Leben rund um den Marktplatz fände Sebastian Zöbelein gut. Weiß könnte sich einen Biomarkt gut vorstellen.

Der öffentliche Nahverkehr muss weiter ausgebaut werden: Sebastian Linhardt plädiert für die direkte Busanbindung nach Forchheim. Weiß findet, dass es allgemein für die Nutzung des ÖPNV mehr Anreize geben muss. Auch die Anbindung der Ortsteile sollte dabei nicht in Vergessenheit geraten, so wünscht sich eine Bürgerin aus Neuhaus, dass der Ortsteil öfter und günstiger angefahren wird.

Das Neubaugebiet "Seeside" steht beispielhaft dafür, wie schnell die Gemeinde Adelsdorf wächst. Hirt hofft, dass der Bedarf an Kindergärten und Schulen dabei frühzeitig erkannt wird. Er und auch Avci wünschen sich auch wieder eine Mittelschule in Adelsdorf, damit die Kinder nicht alle nach Höchstadt fahren müssen. Im "Seeside" selbst mangelt es an Parkplätzen für Besucher, beklagen Avci und viele andere. Pflanztröge oder Bremshügel wären ebenfalls angebracht, da es einige Autofahrer gebe, die sich nicht an die geltende Schrittgeschwindigkeit halten und oftmals spielende Kinder in Gefahr bringen, so Hirt.

Zöbelein findet, dass Adelsdorf zu schnell wächst. Besser solle man große Bauprojekte als Gemeinde angehen und nicht einem Investor überlassen. Weniger Bauprojekte verwirklichen und dafür mehr Grünflächen schaffen, findet auch Weiß einen guten Ansatz.

Zur allgemeinen Lage in Adelsdorf hört man oft: "Wir fühlen uns wohl hier", so wie Andreas Kruppa sagt. Man habe alles vor Ort, um den Alltag zu meistern. Laut Hirt muss ein Bürgermeister in Adelsdorf bürgernah sein und Menschlichkeit zeigen. Plum meint, dass ein guter Bürgermeister immer ein offenes Ohr haben muss und den Mut braucht, Dinge anzupacken.

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