Coburg
verhaltensregeln

Was Schulkinder am Zebrastreifen und im Straßenverkehr beachten müssen

"Hurra! Endlich Schulkind!", so ist es ganz groß in der Heimatringschule an eine Tafel geschrieben. Seit einer Woche gehen die Kinder der ersten bis zur vierten Klasse in ihre Schule. Doch nicht nur L...
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Die Plüschfigur "ADACUS" und Melanie Ott informieren die Kinder über richtiges und sicheres Verhalten im Straßenverkehr. So zeigt die ausgestreckte Hand den Motorrad- und Autofahrern: Achtung, ich möchte über den Zebrastreifen.  Foto: Edwin Meißinger
Die Plüschfigur "ADACUS" und Melanie Ott informieren die Kinder über richtiges und sicheres Verhalten im Straßenverkehr. So zeigt die ausgestreckte Hand den Motorrad- und Autofahrern: Achtung, ich möchte über den Zebrastreifen. Foto: Edwin Meißinger

"Hurra! Endlich Schulkind!", so ist es ganz groß in der Heimatringschule an eine Tafel geschrieben. Seit einer Woche gehen die Kinder der ersten bis zur vierten Klasse in ihre Schule. Doch nicht nur Lesen, Rechnen, Schreiben müssen die jungen Schüler erlernen. Ganz wichtig ist auch der sichere Weg zur Schule und wieder nach Hause. Die Schulleiterin, Rektorin Marie-Luise Albrecht-Müller, betonte: "Die Schulsicherheit hat bei uns absolute Priorität!" Aus diesem Grund stand am vergangenen Montag die ADAC-Mitarbeiterin Melanie Ott mit zwei großen Koffern und einer Raben-Handpuppe, genannt "ADACUS", vor den Türen der Heimatringschule. Die Schüler der Klassen 1a und 1b trafen sich mit ihren Lehrkräften in der Turnhalle der Schule und dann ging eine besondere Schulstunde los. Verkehrserziehung stand auf dem Stundenplan.

In der Turnhalle wurde ein Zebrastreifen ausgelegt und etliche Autofahrer, Motorradfahrer und Busfahrer brausten durch die Turnhalle. Das waren natürlich alles Erstklässler, die - mit einem Auto-, Motorrad- oder Busumhang gekleidet - diese Fahrzeuge nachspielten. Die anderen Kinder durften die Fußgänger spielen, die unbeschadet über den Zebrastreifen kommen wollten. Dazu gab es Hinweise und Regeln. So sollen alle Erstklässler auf ihren Schul- und Nachhausewegen einen reflektierenden Warnumhang über den Jacken tragen. Auf den Schulranzen sind auch Reflektoren angebracht, damit diese, wenn sie bei Dunkelheit von den Autofahrern angeleuchtet werden, auch aufstrahlen. So wird schnell klar, wo ein Schulkind steht, und der Autofahrer kann extra vorsichtig sein.

Der Rabe weiß es ganz genau

Dass dies alleine allerdings nicht reicht, um sicher über einen Zebrastreifen zu kommen, erklärte der fröhliche und freche Rabe den Schulkindern. Überquert man an einem Zebrastreifen die Straße, ist der Augenkontakt zu den Autofahrern ganz wichtig. So sollen die Schulkinder schauen, ob ein Auto kommt. Von links nach rechts. Wenn ja, dann sollten sie eine Hand nach vorn ausstrecken, um anzuzeigen: Ich möchte über den Zebrastreifen gehen.

Damit ist die Sicherheit aber noch nicht gegeben. Jetzt heißt es beobachten, was der Autofahrer tut. Hat er mich wirklich gesehen oder träumt er vielleicht vor sich hin und fährt einfach weiter? Das müssen die Schulkinder auf beiden Seiten des Zebrastreifens beobachten. Erst wenn sie Blickkontakt hatten und sicher sein können, dass die Fahrzeugführer halten, indem sie ihnen ein Signal geben, können sie über die Straße gehen.

Die Schulkinder lernten mit Melanie Ott und "ADACUS" in einer Dreiviertelstunde viel Wissenswertes und Lebenswichtiges über das Verhalten im Straßenverkehr. Klassenlehrerin Jule Keil (1a) und die Lehrerin Kerstin Moritz werden mit ihren Schulkindern das Erlernte immer wieder üben, sie daran erinnern und das Sicherheitswissen vertiefen.

In Coburg wurden dieses Schuljahr 334 Erstklässler eingeschult. Der ADAC bietet den Kindern mit dem Verkehrsraben dieses Angebot der Verkehrserziehung mittels interaktiver Übungen und Rollenspiele im geschützten Raum an Zebrastreifen und Fußgängerampel an Grundschulen an. Einer Information des ADAC zufolge sind diese Leistungen für Schulen und Kindertageseinrichtungen kostenlos. Und es gebe noch viele weiterführende Projekte des ADAC zur Verkehrssicherheit auch für ältere Schüler. em

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