Schönbrunn im Steigerwald

Was kommt nach dem Abriss?

Eine Reihe von Baumaßnahmen sorgt in der Gemeinde Schönbrunn für Diskussionen.
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An der Liegenschaft alter Kindergarten/altes Gemeindehaus nagt der Zahn der Zeit. Foto: Georg Hütgens
An der Liegenschaft alter Kindergarten/altes Gemeindehaus nagt der Zahn der Zeit. Foto: Georg Hütgens

Die Baumaßnahmen am Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhaus Frenshof befinden sich auf der Zielgeraden. Die Einweihungsfeier kann wie geplant am 8. September stattfinden, sagte Bürgermeister Georg Hollet (BBL) zu den Teilnehmern der Ortsbegehung. Durch den zusätzlichen Erwerb eines Nachbargebäudes, Abbrucharbeiten und die teilweise Erhöhung der Baukosten entstanden Mehrkosten von rund 84 000 Euro.

Architektin Patricia Hanika aus Schlüsselfeld informierte das Gremium über den Stand der Baumaßnahmen. Der Bau der Fahrzeughalle im Erdgeschoss ist abgeschlossen, und wie alle öffentlichen Einrichtungen sind alle Räume barrierefrei zu erreichen. Der Aufzug ist fertig und muss noch vom Tüv abgenommen werden. Die Wärmepumpe ist betriebsbereit. Im oberen Teil des Gebäudes (Dorfgemeinschaftshaus) finden gerade Fliesenarbeiten statt. Die Architektin bedankte sich bei der Dorfgemeinschaft, welche alle Streicharbeiten im Gebäude durch Eigenleistung durchgeführt hat. Auch die Außenanlagen sollen mithilfe der Feuerwehrleute und der Dorfgemeinschaft erfolgen, damit die errechneten Baukosten noch eingehalten werden können.

Unendliche Geschichte

Die Dorferneuerung Grub ist eine unendliche Geschichte. Bereits im Jahr 2005 wurde die erste Planung durchgeführt. Edgar Göller vom Architekturbüro Höhnlein & Partner stellte die aktuelle Planung im Gemeinderat vor. Die Hauptstraße und alle Seitenstraßen, außer Privatstraßen, werden komplett erneuert. Ebenso die Entwässerung und die Bordsteine. Eine Bordsteinhöhe von zwölf Zentimetern werde angestrebt. An den Bushaltestellen sind Sonderborde für ein behindertengerechtes Ein- und Aussteigen eingeplant. Die Kanäle wurden mit einer Kamera untersucht und müssen erneuert werden.

Das Amt für Ländliche Entwicklung Bamberg hat signalisiert, dass aktuell auch der Ausbau des Straßenraumes an der Ortseinfahrt Grub aus Richtung Schönbrunn kommend bis zum kleinen Platz (Containerstandort) in die Förderung mit einbezogen werden kann, berichtete Bürgermeister Hollet. Nach einer Kostenschätzung fallen insgesamt 2,9 Millionen Euro für Straßen, Regenwasserkanäle, Wasserleitungen, Bauwerke und Beleuchtung an. Die überwiegenden Baumaßnahmen werden vom Amt für Ländliche Entwicklung mit rund 50 Prozent gefördert. Das Gremium stimmte dieser notwendigen Maßnahmen einstimmig zu.

Lebhafte Diskussion

Eine lebhafte Diskussion entwickelte sich in der Sitzung, als es um die Liegenschaften alter Kindergarten und altes Gemeindehaus ging. Eine Renovierung lohne sich nicht, so der Tenor. Der Zahn der Zeit habe den Gebäuden schwer zugesetzt. "Was wollen wir nach dem Abriss daraus machen?", fragte Bürgermeister Hollet die Räte. Von einem Gemeindeladen, dem Aufstellung von Garagen und dem Anlegen von Parkplätzen reichte das Spektrum der Vorschläge. Um diese gezielt zu analysieren, beschloss der Gemeinderat mehrheitlich, dass für eine der nächsten Sitzungen bei der VG in Burgebrach eine Ideensammlung als Arbeitsgrundlage eingereicht werden soll.

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