Kronach
Leserbrief

Was gibt der Domberg für die Orgel?

Die Leser der Kronacher Tageszeitungen erfuhren in dieser Woche, dass die 38 Jahre alte Orgel der Wallfahrtskirche in Glosberg einer dringenden Sanierung bedarf. Die Kosten für die Behebung der Schäde...
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Die Leser der Kronacher Tageszeitungen erfuhren in dieser Woche, dass die 38 Jahre alte Orgel der Wallfahrtskirche in Glosberg einer dringenden Sanierung bedarf. Die Kosten für die Behebung der Schäden werden von einer Orgelbaufirma auf 54 000 Euro geschätzt.

Auf Pfarradministrator Pater Waldemar Brysch, der um Spenden für die Finanzierung dieser Maßnahme bittet, kommt damit eine Aufgabe zu, die ihm noch manches Kopfzerbrechen bereiten wird. Zugute kommt ihm, dass die Bevölkerung des Frankenwaldes grundsätzlich bereit ist, solche Maßnahmen zu unterstützen. Wenn eine solche Aktion erfolgreich abgeschlossen ist, erfüllt es die Gläubigen zu Recht mit Stolz, wenn sie sehen oder in diesem Fall hören, was durch ihre Opferbereitschaft erreicht werden konnte. Dadurch entsteht ein Wir-Gefühl, was zu einer positiven Stimmung und Stärkung der Gemeinschaft führt.

Unter den hoffentlich vielen gläubigen Spendern wird es aber sicher auch einige geben, denen es als Rentnern nicht leichtfällt, einen entsprechenden Obolus zu geben. Es muss deshalb die Frage erlaubt sein, in welcher Höhe sich das Erzbistum Bamberg an dieser Maßnahme beteiligt. Es handelt sich ja hier nicht um eine Luxussanierung wie in Limburg, sondern um die absolut notwendige Instandsetzung der Orgel in einer der schönsten Kirchen unserer Heimat.

Am Geld dürfte es eigentlich nicht liegen, denn nach dem im Internet veröffentlichten Haushalt des Erzbistums Bamberg kann der Domberg im Jahr 2018 mit fast 230 Millionen Einnahmen, davon 173 Millionen aus der Kirchensteuer, rechnen. Pater Waldemar Brysch würde sich bestimmt sehr freuen, wenn er einen Scheck über 50 000 Euro aus Bamberg erhalten würde. Die restlichen 4000 Euro könnten mit Sicherheit durch Spenden abgedeckt werden.

Herbert Kaiser

Kronach

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