Bad Rodach
bauausschuss

Was eine Linde mit einem Grundstück für eine Radwegverbreiterung zu tun hat

Bevor sich das Gremium im Rathaus einfand, standen Besichtigungen auf der Tagesordnung. In Breitenau nahm man eine Linde in Augenschein, die dem dortigen Anlieger doch öfters "Kopfschmerzen" bereite. ...
Artikel drucken Artikel einbetten
+1 Bild

Bevor sich das Gremium im Rathaus einfand, standen Besichtigungen auf der Tagesordnung. In Breitenau nahm man eine Linde in Augenschein, die dem dortigen Anlieger doch öfters "Kopfschmerzen" bereite. So wies er auf das Laub hin, dass immer wieder die Dachrinne seines Hauses verstopfe. Er sei gezwungen, eine Hebebühne einzusetzen, um das Laub dort wieder herauszubekommen. Auch führe der Schattenwurf dazu, dass die Leistung seiner Photovoltaikanlage reduziert werde. Er hatte die Stadt darum gebeten, den Baum zu entfernen, da auch ein ausgiebiger Rückschnitt wie im Jahr 2016 durchgeführt, nicht zielführend sei.

In einem desolaten Zustand befindet sich der Radweg zwischen Breitenau und Gauerstadt. Um ihn förderfähig auszubauen, muss der etwa 1,5 Kilometer lange Weg mit Bitumen befestigt werden, so dass er eine Achslast von elf Tonnen tragen kann. Die Breite muss dann 3,50 Meter betragen. Klar ist für Bürgermeister Tobias Ehrlicher, dass dies dann kein reiner Radweg mehr ist, sondern ein "multifunktionaler Weg" wird. "Wir dürfen nicht außer Acht lassen, dass das Projekt mit 85 Prozent gefördert wird", sagte er. Um dem Weg zu der vorgeschriebenen Breite zu verhelfen, sei Grunderwerb notwendig. Hier kommt der Bürger aus Breitenau wieder ins Spiel. Er sagte spontan zu, sein Land zum Verkauf anzubieten. Im Gegenzug erhoffe er sich, dass die Stadt sich um das Problem mit der Linde kümmere.

Keine erkennbare Gegenrede gab es, als Stephan Schinck seine Pläne vorstellte, eine zusätzliche Einfahrt in seinen Betrieb bauen zu lassen. Ausführlich informierte sich das Gremium auch über den Baufortschritt am Feuerwehrhaus in Gauerstadt. Architekt Horst Dieter Göhring rechnet damit, dass das Gebäude innerhalb der nächsten sechs Monate fertiggestellt ist. Überein kam der Bauausschuss, die öffentlichen Toiletten in der Gerold-Strobel-Halle nicht mit einem Wickeltisch auszustatten. Man folgte dem Vorschlag von Bürgermeister Ehrlicher, eine der beiden Toiletten im "BRK-Häuschen" in der Rückertstraße zu schließen, um dort einen Wickeltisch installieren zu können.

Einstimmig wurde beschlossen, bei der Regierung von Oberfranken vorstellig zu werden, um eine Bezuschussung des geplanten Verkehrskonzeptes zu erlangen.

Überein kam das Gremium, für Anlieferungen für Erdaushub bis vier Kubikmeter eine pauschale Gebühr von 20 Euro in Rechnung zu stellen. Man will damit dem Trend entgegenwirken, dass immer häufiger Kleinmengen angeliefert werden, für die keine Berechnung durchgeführt wird. mr

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren