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LKR Haßberge
Vorstandssitzung

Was bedeutet das Manöver für den Kreis?

Das Linke Bündnis Haßberge diskutierte im Rahmen seiner Vorstandssitzung eine Stellungnahme zum Manöver "Defender" und zur Münchner "Sicherheitskonferenz". Man war sich einig, heißt es in der Mitteilu...
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Das Linke Bündnis Haßberge diskutierte im Rahmen seiner Vorstandssitzung eine Stellungnahme zum Manöver "Defender" und zur Münchner "Sicherheitskonferenz".

Man war sich einig, heißt es in der Mitteilung des Linken Bündnis, dass durch das Manöver "Defender" eine weitere Eskalation des Kalten Krieges gegen Russland stattfinde, da gut 37 000 US-Soldaten in Richtung russischer Grenze transportiert würden. Damit solle in Osteuropa eines der aufwendigsten NATO-Manöver seit dem Ende des Kalten Krieges stattfinden.

Hierbei spiele Deutschland eine zentrale Rolle, da der Transport wesentlich über deutsches Gebiet geführt werde. "Dies stellt eine Bedrohung des Friedens in ganz Europa dar, denn sollte es zu einem Krieg kommen, kann sich jeder ausrechnen, was von Deutschland und Europa noch übrig bleibt. Deutschland als Schlachtfeld wird mit ,Defender‘ eingeübt", sagte Thomas Dietzel besorgt.

Wie ist der Landkreis betroffen

Wie weit der Landkreis Haßberge vom Manöver betroffen ist und mit welchen Folgen die Bevölkerung zu rechnen hat, ist Inhalt einer Anfrage des Linksbündnisses an den Landrat im Kreis Haßberge. Das Linksbündnis lehnt dieses Manöver rund um den 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus ab und steht für eine nötige Entspannungspolitik. Eine gute Nachbarschaft mit Russland liege im Interesse der Bevölkerung Europas und Deutschlands.

Jetzt sei es notwendig, sich für eine wirkliche Politik des Friedens und der internationalen Zusammenarbeit zu engagieren, statt neue Kriege vorzubereiten" merkte Vorstandsmitglied Manfred Landig an.

Aus dem gleichen Grunde unterstützt das Linksbündnis die Proteste gegen die "Sicherheitskonferenz" vom 14. bis zum 16. Februar in München.

Ziel ist Ausbeutung von Menschen

Wenn dort von Sicherheit geredet werde, geht es nicht - wie Konferenzleiter Wolfgang lschinger behauptet - um die "friedliche Lösung von Konflikten," ... sondern um die Vormachtstellung des Westens mit seinem kapitalistischen Wirtschaftssystem, das auf der Ausbeutung von Mensch und Natur basiert und damit ökonomische und ökologische Existenzgrundlagen zerstöre.

"Wie allgemein bekannt ist, entfalteten Rüstungsexporte und Waffenlieferungen eine vernichtende Wirkung. Die Kriege der NATO-Staaten dienen der Durchsetzung globaler Macht- und Wirtschaftsinteressen. Sie kosten unzählige Menschenleben, verwüsten ganze Regionen der Erde, rauben künftigen Generationen die Lebensgrundlage und treiben die Menschen massenhaft in die Flucht. Und das alles im Rahmen einer westlichen Wertegemeinschaft", erläuterte Ernst Hümmer. Das Linksbündnis stellt sich deshalb im Rahmen der Friedensbewegung dieser Politik entgegen, weil es Frieden nur demokratisch, sozial und ökologisch geben könne. "Wir treten für eine solidarische Gesellschaft ein, in der die Interessen Vieler und nicht die Profite der Wenigen im Mittelpunkt stehen. Daher lehnen wir jede militärische Drohung und jeden Angriffskrieg ab. Es muss Schluss sei mit dem brandgefährlichen Konfrontationskurs und den Truppenaufmärschen gegen Russland. Stattdessen braucht es Verhandlungen und zivile Konfliktlösung ohne Erpressung und militärische Drohungen. Frieden in Europa kann es nur mit und nicht ohne Russland geben", stellte Vorstandsmitglied Petra Tempert fest.

"Statt Milliardensummen für die militärische Aufrüstung und Kriegsvorbereitung zu verschleudern, müssen unsere Steuergelder in die Sozialsysteme sowie in das Bildungswesen und in den Klimaschutz investiert werden," sagte Sabine Schmidt. red

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