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Pettstadt

Was Anwohnern stinkt

Der leicht verwilderte Bahnkörper in Pettstadt wird zunehmend beim Gassigehen frequentiert. Nun sucht man nach einem geeigneten Platz für eine Hundetoilette.
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Keine Gelegenheit für amtierende Gemeinderäte, sich kurz vor der Kommunalwahl noch mal so richtig ins Zeug zu legen oder aus dem Fenster zu lehnen: Die Tagesordnung der Februarsitzung im Pettstadter Gemeinderat bot im öffentlichen Teil nur Magerkost.

Als ob Eile geboten wäre, wurde eine Entscheidung über die Gestaltung von Gehwegen in dem künftigen Baugebiet "Obere Lehenteile" getroffen. Man legte sich auf ein Betonpflaster fest, wie es in den jüngeren Baugebieten schon verlegt worden ist. Ein schmaler Fußweg, der die oberen Lehenteile queren wird, soll jedoch nur einen wasserdurchlässigen Splittbelag erhalten. Man will möglichst wenig Oberflächenwasser der komplizierten Abwasseranlage dieses Areals zuführen. Bauarbeiten in dem Siedlungsgebiet wurden noch nicht aufgenommen.

Einheitliche Schließanlage

Ferner erhielt die Gemeindeverwaltung den Auftrag, für die kommunalen Gebäude eine moderne, einheitliche Schließanlage anzuschaffen.

Analog zum Mitteilungsblatt wurde festgelegt, dass die Parteien und Gruppierungen, die sich bei der Kommunalwahl bewerben, auch auf den gemeindlichen Amtskästen keine Wahlwerbung plakatieren dürfen.

Schließlich kam noch ein dringendes Bedürfnis zur Sprache: Anlieger der Bahnstraße baten, in zentraler Lage eine Hundetoilette aufzustellen. Der leicht verwilderte Bahnkörper wird zunehmend beim Gassigehen frequentiert, was den Anwohnern gehörig stinkt. Nun wird nach einem geeigneten Stellplatz gesucht, denn die Bahn rückt üblicherweise keinen Quadratzentimeter für andere Belange heraus.

Konzepte für Laden und Treff

Während der Gemeinderat über die Kommunalwahl hinweg scheinbar auf der Stelle tritt, hat die Gemeindeverwaltung zur Zeit alle Hände voll zu tun: Parallel laufen die Vorbereitungen von Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen an Schule und Feuerwehrgerätehaus sowie die Aufwertung des Geländes an der Fähre. Bürgerliche Arbeitskreise tüfteln in Zusammenarbeit mit Kommunalpolitikern und dem Isek-Projektmanagement an Konzepten für einen Bürgerladen und einen Bürgertreff. Für Letzteren ist die Eröffnung im Rahmen des Erntedankfestes 2020 im Gespräch. Derzeit läuft die Suche nach einem Standort für einen Bürgerladen, nachdem sich bei einer Befragung der Pettstadter großes Interesse an einer Einkaufsmöglichkeit am Ort gezeigt hat.

Die Versorgungslücke seit der Schließung des Nahkaufs am Kirchplatz soll nun doch geschlossen werden. Die Zeichen dafür, dass dies noch heuer passieren wird, stehen nicht schlecht, ist aus den Arbeitskreisen zu hören.

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