Lichtenfels

Warum nimmt die Zahl der Auszubildenden ab?

Nicht gemeldet Viele Betriebe, die vor Jahren noch zwischen Auszubildenden auswählen konnten, sahen keinen Anlass dafür, ihre Anfrage an die Bundesagentur für Arbeit zu schicken. Die Suche nach den Au...
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Nicht gemeldet Viele Betriebe, die vor Jahren noch zwischen Auszubildenden auswählen konnten, sahen keinen Anlass dafür, ihre Anfrage an die Bundesagentur für Arbeit zu schicken. Die Suche nach den Auszubildenden war somit nicht gemeldet. Das hat sich geändert, so dass sich immer mehr Unternehmen an die Bundesagentur wenden - so erklärt Sandra Lodes, Mitarbeiterin der Geschäftsführung, die steigende Zahl an Ausbildungsplätzen.

Arbeitszeiten Vor allem im HoGa-Bereich (Hotels und Gaststätten), in dem es an Auszubildenden mangelt, spielen die Arbeitszeiten eine entscheidende Rolle. Geregelte Arbeitszeiten gibt es dort kaum. Am Wochenende, an Feiertagen und sogar bis spät in die Nacht müssen Lehrlinge arbeiten. Außerdem kommt das Thema der Mobilität hinzu. Viele sind auf Bus, Bahn oder Ähnliches angewiesen - in der Nacht oder am Sonntag ist das schwierig. Zusätzliche Hürde: das Jugendschutzgesetz.

Bezahlung Auch Löhne tragen dazu bei, dass sich junge Menschen gegen eine Ausbildung entscheiden. Vor allem im Bereich soziale Arbeit gelte nach den Worten von Matthias Klar, Pressesprecher der Arbeitsagentur: "Dieser Beruf ist Berufung, den macht man nicht wegen dem Geld."

Studium Von 437 gemeldeten Bewerbern für Ausbildungsstellen im Zeitraum 2017/18 haben sich 49 für Studium, Schulbildung oder Praktikum entschieden - also 11,2 %. 2007/2008 waren es auf 773 gemeldete Bewerber ebenfalls 49 Jugendliche - also 6,3 %. Die Zahl der angehenden Studenten steigt somit, aber auch die der Auszubildenden. 2007/08 waren es noch 35,4 %, 2017/18 schon 52,9 %. sas


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