Haßfurt
Kriminalität

Warnung vor Erpressung durch Internetbekanntschaften

Das Polizei-Präsidium Unterfranken in Würzburg wendet sich mit einer Warnung vor einer weitverbreiteten Erpressungsmethode auch an die Bürger des Landkreises Haßberge. Da die Täter als Medium für ihr ...
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Das Polizei-Präsidium Unterfranken in Würzburg wendet sich mit einer Warnung vor einer weitverbreiteten Erpressungsmethode auch an die Bürger des Landkreises Haßberge. Da die Täter als Medium für ihr kriminelles Vorgehen das Internet benutzen, können auch die Landkreis-Bürger damit konfrontiert werden.

In den vergangenen Wochen bereitete laut Mitteilung des Polizei-Präsidiums ein Unbekannter geschickt und gezielt die Erpressung einer Frau aus dem Landkreis Würzburg vor. Der Täter konnte letztlich 3000 Euro erbeuten. Die Polizei übernahm die weiteren Ermittlungen und warnt vor der Masche, die unterfrankenweit die Kriminalpolizei-Dienststellen beschäftigt.

Im beschriebenen Fall suchte der Täter über Facebook Kontakt mit der Geschädigten. Daraufhin entwickelte sich zunehmend ein engerer Umgang per Chat und Video-Chat, der schließlich bis hin zur Übersendung intimer Fotos durch die Frau führte.

Mit Fotoveröffentlichung gedroht

Nach einiger Zeit bat der Unbekannte das spätere Opfer, einen Koffer aus der Türkei anzunehmen und fragte nach ihrer Anschrift. Durch den mittlerweile sehr persönlichen Chat mit dem Täter überzeugt, willigte die Frau ein, jedoch kam statt des Koffers eine Rechnung über 3000 Euro.

Da die Frau den unter anderem für Transportgebühren geforderten Betrag nicht zahlen wollte, drohte der Unbekannte zunächst mit Veröffentlichung der Fotos und später sogar mit Gewalt. Dies führte letztlich zur Überweisung des Geldes.

Die Kriminalpolizei Würzburg mahnt hier zur besonderen Vorsicht davor, höhere Geldbeträge an Personen zu überweisen, zu denen ausschließlich virtueller Kontakt besteht. Außerdem sollte man mit der Preisgabe intimer Fotos gerade im Internet äußerst vorsichtig sein. Letztlich sei nicht sicher, mit wem man es wirklich zu tun hat.

Sollte ein Opfer erpresst werden, rät die Polizei, nicht darauf einzugehen und Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Internet-Portalen der Polizei: www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/romance-scamming/ und www.polizei-beratung.de/opferinformationen/cybercrime/ red



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