Dörfles-Esbach

Warnbake statt Abbau

Das Geländer an einer Brücke in Dörfles-Esbach birgt für einige Räte zwar eine Gefahr für den Verkehr, soll aktuell aber dennoch an Ort und Stelle verbleiben. In der Von-Werthern-Straße ist ein Ausbau des Gehsteigs in der Diskussion.
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Das Geländer in der Lauterer Straße bleibt. Der Gemeinderat lehnte eine Beseitigung ab. Foto: Doris Weidner
Das Geländer in der Lauterer Straße bleibt. Der Gemeinderat lehnte eine Beseitigung ab. Foto: Doris Weidner

Das Brückengeländer in der Lauterer Straße/Rückertstraße über den Rottenbach wird nicht abgebaut. Das beschloss der Gemeinderat bei seiner Sitzung. Es wird lediglich eine feste Warnbarke angebracht. Der Bauausschuss befasste sich im Vorfeld bereits mit der Situation und befürchtete, dass ortsauswärts fahrende Fahrzeuge bei zu hoher Geschwindigkeit an das Geländer prallen könnten. Eine Empfehlung über den Abbau wurde jedoch nicht abgegeben. Zudem konnte dem Vorschlag des Bürgers, eine Leitplanke vor dem Brückengeländer anzubringen, nicht entsprochen werden, da sich dort eine Bordsteinabsenkung für die Überfahrt der Radfahrer befindet.

Auch der Gedanke des Bürgermeisters Udo Döhler (UBV), das abgebaute Brückengeländer andernorts zu verwenden, nämlich an der Brücke in der Rückertstraße, da das dortige Geländer erneuerungsbedürftig sei, konnte somit nicht verwirklicht werden, auch wenn dieser Aufwand als gering bezeichnete wurde.

Tempolimit-Eweiterung abgelehnt

Einstimmig abgelehnt wurde der Antrag von Wolfgang Hörnlein, die Geschwindigkeitsreduzierung von 30 km/h in der Von-Werthern-Straße ab Einmündung Bertelsdorfer Straße bis hin zur Einmündung Rosenauer Straße zu verlängern, da in diesem Bereich vermehrt Fußgängerverkehr zu verzeichnen ist und durch zu schnelles Fahren Gefahren entstehen, auch im Hinblick auf das Neubaugebiet "Gartenäcker".

Für Udo Döhler wäre das Tempolimit wünschenswert, da trotz Umgehung über die A 73 täglich an Werktagen bis zu 6000 Fahrzeuge die Straße benutzen. Grundlage für die Ablehnung des Antrages war jedoch die Stellungnahme der Polizei, die im Wesentlichen darauf ausgerichtet war, dass in diesem Bereich derzeit keine Gefahrenlage bestehe und es keine Unfallhäufigkeit gibt. Die Anordnung einer Geschwindigkeitsbeschränkung würde nach Ansicht der Polizei dem Grundsatz der Leichtigkeit und Sicherheit des Straßenverkehrs widersprechen.

Jedoch folgte das Gremium dem Vorschlag des Gemeinderates Torsten Dohnalek (UBV), über eine Planung zur Ausweiterung von Fußgängerwegen nachzudenken. "Auf den Gehsteig passt derzeit nur eine Person", ergänzte er. Dem verschloss sich der Bürgermeister nicht, denn er stellte fest, dass über eine derartige Planung schon einmal nachgedacht wurde und vorliegende Pläne aus der Schublade hervorgeholt werden müssen. Auch sollen Geschwindigkeitsmessungen erfolgen.

Mit Erleichterung hat Döhler zur Kenntnis genommen, dass derzeit auf die Stromtrassenvarianten P 44 und P 44mod, die seine Gemeinde besonders belasten würden, verzichtet wird, obwohl noch nicht aller Tage Abend sei, wie er meinte. "Wir können vorerst durchschnaufen und die Proteste haben Früchte getragen", konstatierte er.

Vereinbarungsänderung

Beschlossen wurde die Änderung der Vereinbarung mit den Landkreiskommunen zur Arbeitsgemeinschaft "Interkommunal.Integriert.Stark" zwecks qualitativem Wohnen, Wirtschaften und Arbeiten auf kurzen Wegen, da weitere Gemeinden des Landkreises neu aufgenommen wurden. Unüberhörbar war der Hinweis des Bürgermeisters, dass durch diese Grundlage Fördermittel für Projekte besser fließen könnten.

Auch der Anschluss an das Bayerische Behördennetz über das Landratsamt wurde mit gleicher Begründung beschlossen, unter dem Hinweis, dass es einer Erleichterung der Kommunikation mit staatlichen Behörden und der sicheren Nachrichtenübermittlung dienlich ist.

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